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Geglückte Familienzusammenführung: Marc Kroll freut sich auf ein gemeinsames Leben mit Ehefrau Sirirat und Tochter Nancy in Walpertskirchen.

Familienzusammenführung zum Fest

Happy End für eine deutsch-thailändische Liebe

Es ist die Geschichte einer großen Liebe über Landesgrenzen hinweg, die in Thailand begann und in Walpertskirchen jetzt zur Weihnachtszeit einen glückhaften Neubeginn für eine kleine Familie bedeutet.

Walpertskirchen – Fachinformatiker Marc Kroll lebt seit fast 25 Jahren im Landkreis Erding und hat sich vor sechs Jahren in Walpertskirchen niedergelassen. 2014 lernte der 35-Jährige auf Reisen die 40-jährige Thailänderin Sirirat kennen und lieben. Zuerst verbrachten sie die Zeit miteinander, wenn Marc Urlaub in Thailand machte – und so entstand ihre Liebe. Drei Jahre später heiraten die beiden in Deutschland.

Um überhaupt einreisen zu können, hat Sirirat vorher einen umfangreichen A1-Sprachkurs absolviert. „Da wusste ich: Für sie ist es ernst. Sie macht das auch für mich“, erzählt Kroll. In diesen drei Jahren begann eine anstrengende Fernbeziehung mit viel Kontakt übers Internet und gelegentlichen Flügen hin und her.

Banges Warten auf die Genehmigungen

Die inzwischen neunjährige Tochter Nancy aus erster Ehe blieb währenddessen bei den Großeltern in Thailand, denn die Mutter wollte zunächst alleine in Deutschland Fuß fassen und ihr Kind dann nachholen, das wegen epileptischer Anfälle ärztliche Betreuung benötigt.

Den anspruchsvollen B1-Sprachkurs verfehlte Sirirat um nur drei Punkte – aber sie will ihn im zweiten Anlauf schaffen. Kroll und seine Frau meisterten alle behördlichen Hürden, für die es einen langen Atem brauchte. Zahlreiche Papiere mussten für beide Länder übersetzt werden, ein banges Warten auf Genehmigungen folgte, für jedes Schriftstück war viel Geld zu bezahlen, darunter auch die Sorgerechtspapiere für Nancy, um sie nach Deutschland holen zu können.

„Nancy ist wie eine Tochter für mich“

In Walpertskirchen hat Kroll alles in die Wege geleitet, um für seine Frau und die Tochter einen guten Start im neuen Land vorzubereiten. Dazu gehörte es auch, in eine größere Mietwohnung mit eigenem Kinderzimmer umzuziehen – eine wesentliche Voraussetzung für die Genehmigung der Familienzusammenführung. „Nancy ist wie eine eigene Tochter für mich“, betont Kroll.

Die Wohnung hat er für seine Familie liebevoll eingerichtet. Für Nancy ist ein Platz an der örtlichen Schule mit zusätzlichem Förderkurs vorgesehen, um ihr die Integration in das für sie noch sehr fremde Land zu erleichtern und die Sprache schnell zu erlernen. Die örtliche Nachbarschaftshilfe stand mit Rat und Tat zur Seite.

„Es ist fast alles überstanden“

Über Weihnachten ist der junge Mann jetzt nach Thailand geflogen, nach Walpertskirchen kehrt er mit seiner neuen Familie zurück. „Es ist fast alles überstanden“, meint er erleichtert.

Der Prozess der Familienzusammenführung, der sich über ein Dreivierteljahr hingezogen habe, sei eine „schwierige Zeit“ und für Kroll als Hauptverdiener auch finanziell herausfordernd gewesen. „Doch das war schon alles zu schaffen, aber bei Sonderwünschen fürs Kind wird’s eng. Wir stellen unsere Interessen gern hintan“, meint der Walpertskirchener bescheiden.

Am Allerwichtigsten sei, „dass sich Nancy in ihrer neuen Heimat wohlfühlt“. Sie habe in Thailand eine schwere Kindheit gehabt und auch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Krolls Herzenswunsch ist es, dass es für Nancy „gut läuft“. Er freut sich auf das gemeinsame Leben mit Frau und Kind in Walpertskirchen.

Vroni Vogel

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