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In der neuen Kindertagesstätte sollen sechs Gruppen Platz finden. Das bauliche Konzept sei „nicht auf Kante genäht, sondern am Bedarf der Zukunft ausgerichtet“ (Symbolbild).

Geplanter Neubau in der Ortsmitte

Neue Kita in Walpertskirchen: Am Bedarf der Zukunft ausgerichtet

Der Walpertskirchener Kindergartenneubau wird ein Millionenprojekt. Das Thema wird in der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt.

Walpertskirchen – Der Neubau in der Ortsmitte sei mit rund sechs Millionen ein „finanzieller Kraftakt“ und ein „gewaltiges Projekt“, dessen Planung weit fortgeschritten sei, sagte Bürgermeister Franz Hörmann, der bei einer CSU-Veranstaltung im Gasthaus Büchlmann über den aktuellen Sachstand informierte. Dabei sei 2014 noch nicht absehbar gewesen, dass man einen Neubau brauche – „so viel zur Planbarkeit von Kommunalpolitik“, meinte Hörmann.

Die Statik- und Brandschutzproblematik des alten Gebäudes sorgte für den schnellen Handlungsbedarf (wir berichteten). In der neuen Kindertagesstätte sollen sechs Gruppen Platz finden. Das bauliche Konzept sei „nicht auf Kante genäht, sondern am Bedarf der Zukunft ausgerichtet“. Man schaffe ein optimales Raumangebot mit sechs so genannten Gruppenclustern. Dazu gehören ein Mehrzweckraum, Intensiv- und Schlafräume, Spielflure, eine eigene Mensa und ein eigener Personalbereich.

Holzbauweise, PV-Anlage, Anbindung ans Fernwärmenetz

Mit einer CO2-sparenden Holzbauweise, Eigenstromerzeugung über eine PV-Anlage, Anbindung an die Fernwärmeversorgung und die Entlastung der Kläranlage durch getrennte Ableitung des Niederschlagwassers habe man in der Planung ökologischen Gesichtspunkten Rechnung getragen.

Die Lage mitten im Ort sei bewusst gewählt worden. Der Neubau werde im südöstlichen Teil des Pfarrgartens mit dem Abriss des alten Schwesternwohnheims umgesetzt. Das bisherige Kindergartengebäude soll auf längere Sicht saniert und zu einem Zentrum für Vereine und Pfarrei, Jugend und Senioren werden. Ein integriertes Bürgercafé soll „als zentraler Ort zur Stärkung der Dorfgemeinschaft“ dienen, auch mit öffentlichem WC.

Arztpraxis: „Ich bin da dran, aber versprechen kann ich nichts“

Hörmann sprach ein weiteres Thema an, das den Walpertskirchenern unter den Nägeln brennt – der Fortbestand der Arztpraxis. Vorstellbar für die Zukunft sei hinsichtlich des Ärztemangels, dort einen zweiten Standort einer bereits bestehenden Praxis zu etablieren. Hörmann sei im Gespräch mit Eigentümern, Praxisbetreiberin und Einrichtungen im Landkreis: „Ich bin da dran, aber versprechen kann ich nichts.“ Eine Zuhörerin meinte, dass eine Gemeinschaftspraxis ein gutes Zukunftsmodell wäre, weil man dann eher Ärzte an den Ort bekäme. Hörmann hielt Walpertskirchen nicht groß genug dafür. In der Versammlung wurde auch das CSU-Wahlprogramm vorgestellt (Bericht folgt). 

Vroni Vogel

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