Sieben Neue im Walpertskirchener Gemeinderat wurden vereidigt (v. l.): Anton Renner (CSU/Parteifreie), Fabian Fellermeier (CSU), Josef Heilmeier (CSU), Sepp Rauch (SPD/Grüne), Stephan Glaubitz (SPD/Grüne), Ingrid Renner (CSU) und Katharina Bublak (FW).
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Sieben Neue im Walpertskirchener Gemeinderat wurden vereidigt (v. l.): Anton Renner (CSU/Parteifreie), Fabian Fellermeier (CSU), Josef Heilmeier (CSU), Sepp Rauch (SPD/Grüne), Stephan Glaubitz (SPD/Grüne), Ingrid Renner (CSU) und Katharina Bublak (FW).

Josef Renner ist neuer Rathaus-Vize

Vize-Bürgermeister Büchlmann (FW) abgewählt

In einer Kampfabstimmung setzte sich Josef Renner (CSU) gegen den bisherigen Vize-Bürgermeister Christian Büchlmann (FW) durch. Künftig gibt es zudem einen 3. Bürgermeister.

WalpertskirchenNeue Konstellationen im Walpertskirchener Gemeinderat: CSU-Rat Josef Renner setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den bisherigen FW-Vizebürgermeister Christian Büchlmann durch. Die geheime Wahl fand in der konstituierenden Sitzung statt, die in der Turnhalle abgehalten wurde.

Bei 15 Wahlberechtigten wurde Renner mit 10:4 Stimmen gewählt. Ein Novum ist auch, dass es künftig einen dritten Bürgermeister gibt, was der Rat gegen vier Stimmen der Freien Wähler beschloss. Beate Aust (SPD) wurde in geheimer Abstimmung mit 13 Stimmen in dieses Amt gewählt.

Büchlmann kritisiert „Herabwürdigung“

Vor diesen Entscheidungen hatte Büchlmann seinem Unmut Luft gemacht. „Der tut ja nix“ – diese Aussage über seine Arbeit als Zweiter Bürgermeister sei ihm zu Ohren gekommen, erklärte Büchlmann. Das sei eine „gewisse Herabwürdigung“ und entspreche juristisch der „üblen Nachrede“. Büchlmann verlangte eine Entschuldigung und betonte, er habe sehr wohl seinen Job erfüllt.

Trio an der Spitze: CSU-Bürgermeister Franz Hörmann (r.) stehen jetzt Vize Josef Renner (CSU) und Beate Aust (SPD) als dritte Stellvertreterin zur Seite.

Dass er in den vergangenen sechs Jahren außerhalb der Vertretungszeiten nur zwölf Termine wahrgenommen habe, liege nicht an ihm: „Da kann ich nichts dafür.“ Er habe wegen der gemeinsamen Zusammenarbeit das Gespräch mit Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) gesucht. Es sei ihm signalisiert worden, dass das schon so passe. „Da kam auch nichts.“ Büchlmanns Fazit: „Wir brauchen einen zweiten Bürgermeister. Allerdings muss er dann auch Termine bekommen.“ Ein dritter Bürgermeister sei unnötig. Diese Meinung teilte die gesamte FW-Fraktion.

Diskussion um Amt eines Dritten Bürgermeisters

Für den Vize-Posten schlug Josef Hötscher (FW) erneut Büchlmann vor. „Der war’s die letzten sechs Jahre auch.“ Außerdem seien die Freien Wähler zweitstärkste Fraktion und hätten Anspruch darauf. Hötscher verwies überdies darauf, dass Büchlmann bei der Kommunalwahl die zweitmeisten Stimmen bekommen hatte. Jochen Göß (CSU) schlug Josef Renner (CSU) als „sehr fähigen Kandidaten“ fürs Stellvertreteramt vor. Göß meinte mit Blick auf die vielen laufenden Maßnahmen: „Wir haben andere Zeiten vor uns.“ Er plädierte zudem für ein drittes Bürgermeisteramt.

In dieselbe Richtung argumentierte Beate Aust. Es sei immens, was Hörmann leiste. Zwei gewählte Stellvertreter könnten sich „die Aufgaben teilen“. Rita Reichwein (SPD) sagte, sie habe „sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn die Verantwortung in mehreren Händen liegt“.

Beate Aust (SPD) bekommt das Amt

Katharina Bublak (FW) schlug als Kompromiss vor, einen weiteren Stellvertreter aus dem Ratsgremium zu bestimmen, statt ein zusätzliches Amt per Wahl zu etablieren. Die Mehrheit war aber für einen Dritten Bürgermeister. Auf Vorschlag von Sepp Rauch (SPD/Grüne) stellte sich Aust dafür zur Verfügung. Sie hatte bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen aller Gemeinderäte auf sich vereinigt.

Für den dritten Stellvertreter, der vom Gemeinderat ohne Wahl benannt wurde, stand Göß als dienstältester Gemeinderat zur Debatte. Stephan Glaubitz (SPD/Grüne) brachte Büchlmann erneut ins Rennen. Göß ließ daraufhin dem FW-Rat den Vortritt, so dass Büchlmann nun der Vierte im Bunde ist.

Hörmann: „Eine Runderneuerung“

Hörmann vereidigte Renner und Aust sowie sieben neue Gemeinderäte – „eine Runderneuerung, 50 Prozent ist schon eine Hausnummer“, kommentierte er und bot den sieben Neuen eine Einführung in die Aufgabenbereiche an: Katharina Bublak (FW), Sepp Rauch und Stephan Glaubitz (beide SPD/Grüne), Ingrid Renner, Fabian Fellermeier. Josef Heilmeier (alle CSU) und Anton Renner (CSU/parteifrei). Auch die Ausschüsse und Referentenposten wurden besetzt (Bericht folgt).

Vroni Vogel

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