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Ein fröhlich funkelndes Winterkonzert mit Gästen gestaltete das Orchester Walpertskirchen, dirigiert von Stephan Glaubitz. 

Winterkonzert

Feine Stimmen zu zarter Orchestermusik

Walpertskirchen - Das Walpertskircheners Orchester und seine Gäste begeisterten die Zuhörer beim Winterkonzert. 

Im gemeinschaftlichen Musizieren lernten die Töne tanzen: Die Laienmusiker im Orchester Walpertskirchen fanden sich im wunderschönen feinen Zusammenspiel, wie man beim bestens besuchten Winterkonzert im Gasthaus Büchlmann hören konnte. Einige Gäste bereicherten mit ihren beiträgen den Abend. Die gute Stimmung im Ensemble, die farbige Musikauswahl und die engagiert gespielten Darbietungen sorgten für eine zauberhafte Stimmung.

Profimusiker Stephan Glaubitz vermittelte dem Orchester als Dirigent viel Sicherheit, förderte Begabungen und ist den Mitgliedern als langjähriger Bassist freundschaftlich verbunden. Vor kurzem hatte er die Leitung übernommen. In einer lockeren und kenntnisreichen Moderation führte Glaubitz zudem durchs Programm. 

Bilder vom Winterkonzert des Walpertskirchener Orchesters

Beachtliches leistete Vorsitzender Ludwig Mayer, der nicht nur als Akkordeonist mitspielte, sondern zum Repertoire gut gesetzte Arrangements beisteuerte, darunter „Amazing Grace“ für das Akkordeonquartett mit Monika Dirsch, Jens Kausch, Christina Taggruber und Mayer selbst. Dimitri Schostakowitschs „Second Waltz“ vereinte leise Poesie, melancholisches Innehalten, übermütigen Schwung und saftige Musizierlust. Genau dieser spannende Schwebezustand wurde vom Orchester in einer abwechslungsreichen Instrumentierung vermittelt. Kein Wunder, dass dieser Walzer nochmals vehement als Zugabe gewünscht wurde. Feierliche Renaissancemusik von Orlando Di Lasso, ein fröhliches funkelndes Weihnachtsmedley und „White Christmas“ setzten weitere Glanzpunkte.

Anrührend war der Abendsegen aus der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“, den die beiden Mädchen Katharina Fertl und Katrin Lederhofer mit schönen Stimmen zur zarten Orchesterbegleitung sangen. Da schien die Zeit stehen zu bleiben. Fast schon eine Rarität – reine Männerchöre: Dazu gehört der schneidige Männergesangsverein Eitting mit seinem Leiter Lorenz Adlberger, der als Gastchor zu hören war. Hans Jörg Vogel ist als Vortragender ein Meister seines Fachs: Er ließ die Geschichten und Gedichte bekannter Mundartdichter lebendig werden, lud sie mit Humor und feiner Ironie auf. (vev)

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