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Urbane Kunst im Dorf? Daniel Westermeier alias Mr. Woodland vor einer aktuellen Arbeit im Erdinger Stadtpark. 

Grundschule Walpertskirchen

Ein Mr. Woodland für die Schulfassade

Walpertskirchen – Aufgeschlossen für neue Gestaltungsformen: Grundsätzlich positiv reagierte der Gemeinderat Walpertskichen auf das Angebot des ortsansässigen Künstlers Mr. Woodland alias Daniel Westermeier, die Nordfassade des Grundschulaltbaus in Richtung Hartplatz künstlerisch zu gestalten.

Bürgermeister Franz Hörmann stellt das Projekt vor. Mr. Woodland habe der Gemeinde angeboten, ohne Honorar auf der Wand ein großflächiges Gemälde anzubringen. Die Kommune hätte nur die Materialkosten zu zahlen.

Daran anschließen würde der Graffiti-Künstler zudem einen Schüler-Workshop, um in die Arbeitsweise des Sprayens einzuführen. Gemeindechef Hörmann zeigte sich „nicht abgeneigt“, wenn man sich auf ein Motiv einigen könne und informierte das Ratsgremium auch darüber, dass Schulleitung und Eltern dafür offen seien.

Rätin Heidi Mayr unterstützte das Vorhaben: „Wenn das Motiv passt, ist das eine nette Idee.“ Gemeinderat Sebastian Widl sagte, dass Künstler wie der Walpertskirchener Bildhauer Erich Heuschneider das Leben in der Gemeinde „verschönert“ hätten, warum dann nicht auch e Mr. Woodland? „Das Schulgebäude darf bunt aussehen“, so Widl. Auch Vizebürgermeister Christian Büchlmann meinte, dass diese Aktion dem Bau „Leben verleiht“, und war wie Ratskollegin Rita Reichwein von der Aktion sehr angetan.

Gemeinderat Peter Kazmierczak verwies auf den pädagogischen Nutzen. Die Erfahrung mit solchen Projekten habe gezeigt, dass unkontrollierte Spray-Aktionen seitens Jugendlicher ausbleiben, wenn man dieser Kunstform einen Raum gebe, meinte der pensionierte Lehrer. In der Sitzung wurden bereits einige Mr.-Woodland-Motive vorgestellt. Jetzt geht es darum, sich auf ein Bild zu einigen.

Er habe vor über 20 Jahren mit der Gestaltung von Graffitis begonnen und sich immer weiter entwickelt, berichtete Westermeier unserer Zeitung. Er ordnet seine detailreichen, figurativen Wandgemälde der urbanen Kunst zu. Mit reinen Graffiti habe das nicht mehr viel zu tun, wenngleich die Grenzen fließend seien. „Ich bin weltweit unterwegs“, erzählte der 34-Jährige, der nach dem Studium von Grafikdesign inzwischen ein Kreativbüro betreibt und seit rund zehn Jahren mit seiner Familie in Walpertskirchen lebt. Im März gehe es für eine Kunstaktion nach Kopenhagen und im April nach Zypern. Den Künstler würde es aber sehr reizen, in seinem Wohnort Walpertskirchen künstlerisch tätig zu werden.

Vroni Vogel

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