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Walpertskirchener Spange: Schreiner fordert "ergebnissoffene Prüfung"

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Hans Schreiner
      stört sich an dem Begriff Rechtfertigungstrasse. 
        Foto: fkn
Hans Schreiner stört sich an dem Begriff Rechtfertigungstrasse. Foto: fkn

Bockhorn/Erding - Die Trassenführung der Walpertskirchener Spange, auf der die Regionalbahnen aus Südostbayern im Zuge des S-Bahn-Ringschlusses bis nach Erding fahren sollen, sorgt weiter für Wirbel.

Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner fordert eine „ehrliche und ergebnisoffene Prüfung“ aller Varianten. Anlass dieser Mahnung ist der gestrige Bericht in der Heimatzeitung über die angebliche Phantomtrasse, die nicht von Nordosten her auf Erding zuführt, sondern aus Südosten über Bergham, Aufhausen und Altenerding. Erdings Bürgermeister Max Gotz hatte Sorgen über die Lärmbelastung dieser drei Stadtteile mit dem Hinweis zu entkräften versucht, dabei handle es sich lediglich um eine Rechtfertigungstrasse. Alternativen seien für eine juristisch unangreifbare Planung erforderlich.

Diese Formulierung stößt Schreiner sauer auf, er spricht von einem „befremdlichen“ Unterton.

Dass er sich in die Debatte einschaltet, liegt auf der Hand: Die derzeit favorisierte Linienführung – im Vorjahr wurden Bodenerkundungen durchgeführt – tangiert vor allem Bockhorner Gebiet. Der Rathauschef erinnert daran, dass die Planungen zur Regionalbahnanbindung Erdings bereits seit 20 Jahren laufen. 2003 packte der damalige Wirtschaftsminister Otto Wiesheu den Ringschluss erneut an, versah die Projektierung aber mit dem Hinweis, dieser sei nur wirtschaftlich, wenn auch der regionale Zugverkehr angeschlossen wird.

„Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden daraufhin sieben unterschiedliche Trassen für die Walpertskirchener Spange untersucht“, erklärt Schreiner. Neben der aktuell verfolgten, raumuntersuchten Variante gehörten dazu fünf Varianten, die im Süden von Erding in die vorhandene S-Bahn-Linie einschleifen.

Der Bürgermeister erinnert an wiederholten Zusagen von Planern und Wirtschaftsministerium, alle Möglichkeiten würden „ergebnisoffen geprüft“. Das fordert er nun ein, macht aber auch deutlich, dass Bockhorn in Sachen Verkehrserschließung „an einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit interessiert“ sei. Dies erfordere einen offenen Umgang miteinander. (ham)

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