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Mit Karacho düsten die Seifenkisten-Piloten an der Fankurve vorbei.

1. Wartenberger Soafakistl-Grand Prix

Heiße Rennen auf nassem Asphalt

Der 1. Soafakistl-Grand Prix war ein Erfolg und eine Riesengaudi. Besucher und Piloten ließen sich nicht vom zeitweilig regnerischen Wetter abschrecken.

Wartenberg – Es waren schon abenteuerliche Gefährte, die am Sonntag die Untere Bergstraße in Wartenberg herunterschossen: Der 1. Wartenberger Soafakistl-Grand Prix war ein Riesenspaß, auch wenn es zunächst nicht danach aussah: Petrus hatte kurz vorher die Schleusen geöffnet. Der Verein Chroma, der dem Haus Wartenberg angegliedert ist, feierte mit der Initiative zu der Veranstaltung einen großen Erfolg.

Bilder vom Wartenberger Soafakistl-Grand Prix

Bilder vom Wartenberger Soafakistl-Grand Prix

Der Preis für die weiteste Anreise ging an Hervé Glatigny mit seinen Kindern Josephine und Pierre aus Weiden in der Oberpfalz. Sie hatten ihre Seifenkiste nach dem Vorbild des Fiat 509 aus dem Jahr 1923 gebaut, wie ihn die Comic-Figur Gaston fährt. Drei Monate haben sie dafür gebraucht.. „Zunächst haben wir ein Modell aus Pappe hergestellt. Dann haben wir das eigentliche Auto aufgebaut“, erzählte der Vater, der jetzt mit seinem Nachwuchs von Rennen zu Rennen tourt.

Salto in voller Fahrt

Die Kinder haben Pappmaschee zusammengematscht, haben gepinselt wie die Großen. Um im liebevoll gestalteten Cockpit Platz nehmen zu können muss die ganze Karosserie herunter. „Unendlich viel Heißkleber“ hält die Karosserie zusammen.

Zu feuchtigkeitsempfindlich durften die Boliden am Renntag nicht sein, wo noch bei den Probeläufen die Regenschirme gebraucht wurden und die Straße nass war. Manche Piloten schleuderte es gar um 180 Grad herum.

Auch die Sorgfalt beim Bau der Fahrzeuge war ein Thema: So musste eine Seifenkiste nach Achsbruch schon im Probelauf von der Strecke gefahren werden. Der arme Fahrer trottete hinterdrein und musste sich die Kommentare der Zuschauer anhören. Die Feuerwehr Wartenberg hatte da schon deutlich solider konstruiert: Der Fahrer überschlug sich mit seinem Gefährt. Die Johanniter, die zusammen mit der DLRG den Sanitätsdienst übernommen hatten, sprinteten los, Schlimmes befürchtend. Aber der Fahrer setzte sich wieder rein und fuhr davon, eine klassische Unfallflucht.

Die technische Abnahme drückte öfter ein Auge zu, sonst wäre die Lokomotive aus Attenkirchen (Kreis Freising) wegen Übergröße wohl durchgefallen: „Die Fahrzeuge sollten 1,50 Meter lang sein und maximal 1,50 Meter breit, vier Räder mit Gummireifen haben und eine Bremse. Natürlich müssen sie lenkbar sein“ erläuterte Schirmherr Peter Schickinger.

Sein Fahrzeug war kleiner. Der Vize-Bürgermeister ging in der Bobbycar-Klasse an den Start. Auch ein Fernseh-Moderator fuhr mit, begleitet von einem ganzen Team. Am Rand der Strecke verhielten sich die Zaungäste wie Fußballfans: Alles Experten, potenzielle Trainer, Techniker. Sogar Kugellagertypen und Reifengrößen wurden diskutiert. Diese variierten in der Tat stark: Von Skateboard-Rollen bis 28-Zoll-Fahrradreifen war alles dabei.

Perfekt war die Organisation drum herum: Die Feuerwehr übernahm die Absperrung und stellte den Toilettenwagen, die Strohballen für die Sicherheit kamen vom ADAC, der Skiclub kam mit seiner Zeitmessanlage, der TSV, der Förderverein der Marie-Pettenbeck-Schule und Chroma sorgten für die Verpflegung, die Flüchtlingshilfe war mit einem Info-Stand vertreten.

Klaus Kuhn

Ergebnisse: 

Klasse S1: 1. Philipp Heindl, 2. Quirin Hübl, 3. Louis Henry Hüfner, 4. Gabriel Erb, 5. Elena Erb, 6. Max Bormann, 7. Florian Baumbach, 8. Valentina Pichlmayer, 9. Pierre Glatigny, 10. Josephine Glatigny, 11. Daniel Rösler; Klasse S2: 1. Tobias Rieder, 2. Leander Lawniczak, 3. Laura Haindl, 4. Melissa Wimmer, 5. Martin Müller; Klasse S3: 1. Christopher Lugner, 2. Tobias Goldbrunner, 3. Paul Hanrieder, 4. Andreas Goldbrunner, 5. Emanuel Fernandez, 6. Markus Haberkorn; Klasse S4: 1. Nikolaus Wagenstetter, 2. Claus Haßenpflug; Klasse B1: 1. Klaus Erb, 2. Peter Erb, 3. Peter Schickinger, 4. Jana Simm Klasse B2: 1. Pia Jowziak, 2. Henry Simm.

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