Sichtlich anstrengend: Masskrüge voller Wasser galt es gestern im Wartenberger Festzelt zu stemmen – hier kämpft Christian Linke (Bild oben, r.) mit dem Gewicht des Krugs. Fast schon entspannt wirkt da Günter Hellinger (l.): Für ihn standen am Ende fünf Minuten zu Buche.
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Sichtlich anstrengend: Masskrüge voller Wasser galt es gestern im Wartenberger Festzelt zu stemmen – hier kämpft Christian Linke (r.) mit dem Gewicht des Krugs. Fast schon entspannt wirkt da Günter Hellinger (l.): Für ihn standen am Ende fünf Minuten zu Buche.
Bullriding war eine der Disziplinen bei der Männer-Olympiade, die der TSV Wartenberg veranstaltet hatte.
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Bullriding war eine der Disziplinen bei der Männer-Olympiade, die der TSV Wartenberg veranstaltet hatte.
Männer-Olympiade des TSV Wartenberg
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Männer-Olympiade des TSV Wartenberg
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Männer-Olympiade des TSV Wartenberg

100 Jahre TSV Wartenberg - Auftakt mit Kabarett und Männer-Olympiade

Eine Gaudi nicht nur für die Männer

Die Männer waren gefordert am Vatertag im Festzelt des TSV Wartenberg. Sechs Disziplinen waren es, die die Mannschaften ihrer Laufkarte zufolge absolvieren mussten. Masskrugstemmen, Bullriding, Torwandschießen, Beer-Pong, Stockschießen und Bierwiegen waren die Stationen, die längst nicht nur die eigentlichen Mannschaften interessierten.

Wartenberg– Franz Dellel gab, wie auf dem Fußballplatz, den Stadionsprecher und witterte „17 selbst ernannte Geheimfavoriten“ unter den bis 14.30 Uhr schon 23 Mannschaften. Darunter war zum Beispiel die „Zirglparade“ mit Thomas Danner, Thomas Furtner, Hannes Furtner und Christian Huber, wobei beim Masskrugstemmen Hannes Furtner sogar zwei Krüge zu stemmen wusste: einen mit Wasser für den Wettbewerb, einen mit Bier zum Trinken. Zaubertrank im Sinne von Asterix war das jedoch nicht, nach 3:55 Minuten wandte er sich lieber dem Bier allein zu und war somit raus.

An Günter Hellinger von den „Berghamern“ (Gemeinde Fraunberg) kam er nicht vorbei: Geschlagene fünf Minuten standen für ihn zu Buche. Ohne Bier. Da brach Kampfrichter Steven Leise ab. Der 34 Jahre alte Fensterbauer ist noch nicht Papa, machte aber im Gespräch mit der Heimatzeitung deutlich, dass sich das in absehbarer Zeit ändern werde. Mannschaftskapitän war Günter Korber (38), und der war mit einer Tochter und einem Sohn der einzige Papa in der Vierermannschaft.

Am Abend vorher, gegen 22 Uhr, hatte er, wie Korber erzählte, die Mannschaft zusammengetrommelt. „Heute morgen um 9 Uhr wussten wir noch nicht, wann wir wo sein müssen.“

Franz Dellel gab den Einpeitscher: „Auf geht’s! Da geht schon noch was!“ Und um 14.15 Uhr gab es dann die echte Sensation: Julia Gnadler, 30-jährige Lehrerin aus Neufahrn, war angetreten: „Ich muss doch meine Familie unterstützen!“ Sie war mit Bruder, Vater und Neffe da. Und mit 1:52 Minuten war sie beim Masskrugstemmen besser als so mancher Mann. Bruder Simon ist Tänzer bei Dance United und meinte: „Ich muss doch trainieren.“ Klar: Der Heizungsbauer macht mit bei den Hebefiguren.

Die Sieger des Männer-Wettbewerbs wurden erst abends gekürt und standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Bereits am Abend vor der Olympiade hatten Wiggerl und seine Freunde ihren Auftritt. „Eine geile Show“, bilanzierte TSV-Vorsitzender Thomas Reischl. Aber das wollten nicht so viele sehen und erleben, wie erhofft. Mit 150 Gästen war das Echo für den Vorsitzenden „enttäuschend“, wie er unumwunden zugab, ohne eine Erklärung dafür finden zu können.

Später am Donnerstag gab es den ersten Wartenberger „Kuhschiss“, der in Wahrheit ein „Ochsenschiss“ war, und zwar von drei Rindviechern auf 900 Feldern von je einem Quadratmeter, auf die gewettet werden konnte. Verantwortlich für Durchführung und Auswertung war Thomas Rademacher, der zur Technik erläuterte, dass zur Feststellung des Siegfelds das Maßband zum Einsatz kommen würde. Drei Hauptpreise, für jedes Rindvieh einer, gab’s zu gewinnen (Bericht folgt). Derweil rührte Dellel wieder die Werbetrommel: „Anton Müller tut sein Übriges dazu.“ In der Tat konnte sich der Festwirt schon mal fürs Volksfest warmlaufen.

Klaus Kuhn

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