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Begeistert waren die Bewohner vom Showtanz-Auftritt der Frantics.

15 Jahre Seniorenzentrum Wartenberg

Auch im hohen Alter noch in der Heimat

Das Seniorenzentrum ist nicht mehr aus Wartenberg wegzudenken. Nun feierte die Einrichtung ihr 15-jähriges Bestehen.

Wartenberg 15 Jahre Wohn- und Pflegeheim Pichlmayr in Wartenberg – das war am Samstag ein Grund zum Feiern. Denn in einem sind sich alle Verantwortlichen einig: Es ist ein Gewinn für die Marktgemeinde, dass ältere Menschen in ihrem Heimatort bleiben können, wenn eine Betreuung zuhause nicht mehr möglich ist.

Diakon Sebastian Lenz hielt eine Festandacht. 3. Bürgermeister Christian Pröbst erinnerte in seiner Festrede an den damaligen Spatenstich und den Glücksfall, das zentrale Grundstück hinter dem Rathaus erwerben zu können. Denn nur so hätten viele Bewohner, deren Mehrheit mittlerweile auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, auch die Möglichkeit, schnell im Ort oder in der Kirche zu sein.

Heimleiterin Ramona Scherer und ihre Mitarbeiter kümmern sich um 44 pflegebedürftige und fünf selbstständige Hausbewohner. Ohne die tatkräftige Unterstützung ihrer Stellvertreterin Inge Rott und des ganzen Teams würde der Betrieb heute nicht so gut dastehen, erklärte Scherer stolz in ihrer Ansprache. Wöchentlich wechselnde Beschäftigungs- und Therapiegruppen, damit die Senioren geistig und körperlich fit bleiben, seien ihr ein großes Anliegen, sagte die Leiterin, die dieses Amt seit eineinhalb Jahren bekleidet.

Eine große Freude für die Bewohner ist der monatliche Besuch der Kindergartenkinder vom Haus für Kinder, bei dem sie musikalische Einlagen und Theaterstücke präsentieren. Doch auch andere Vereine wie die Feuerwehr oder die Wartenberger Trachtler sind regelmäßige Besucher. Jugendliche von der Marie-Pettenbeck- und der Heimvolksschule machen Betriebspraktika im Haus.

„Doch was wären die Bewohner ohne Ehrenamtliche?“, fragte Scherer in die Runde. So seien Angebote wie gemeinsames Musizieren oder die Einladung auf ein Eis möglich. Dabei erwähnte Scherer den evangelischen Seniorenkreis mit seiner neuen Leiterin Gabriele Vater.

Scherer forderte, dass der Pflegeberuf in Politik und Gesellschaft mehr Anerkennung erhält. Einen mächtigen Applaus erhielt sie für die Schlussworte ihrer Rede: „Wenn Piloten streiken, kommen ein paar Menschen nicht ans gewünschte Ziel, und die Aufregung ist groß. Würde das in der Pflege passieren, wäre möglicherweise die Versorgung der Menschen, die dieses Land aufgebaut haben, nicht mehr gewährleistet. Aber keiner regt sich auf.“

Im gemütlichen Teil gab es Gegrilltes, Salatbuffet, Kaffee und selbst gemachte Kuchen. Die junge Wartenberger Trompetentruppe unter der Leitung von Anton Zollner spielte auf. Der Auftritt der Frantics von der Wartenberger Showtanzgruppe Dance United war eine umjubelte Überraschung.

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