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Fesch in bayerischer Tracht ist Marcel Kowalski seinen meisten Zuhörern bekannt. Neun Jahre lang hatte der 20-Jährige Gitarrenunterricht.

Marcel Kowalski im Porträt

20-Jähriger heizt als Volksfest-Sänger ein

Wartenberg – Der Traum von Marcel Kowalski ist wahr geworden – er ist jetzt Sänger einer echten Volksfestband. Seit eineinhalb Jahren ist der 20-jährige das jüngste Bandmitglied der Reichenkirchner.

Das Gefühl, vor vielen gut gelaunten Leuten auf der Bühne zu stehen, dem ganzen Bierzelt einzuheizen und das Publikum zum Mitsingen zu animieren – das liebt auch Marcel Kowalski. Der 20-Jährige ist seit eineinhalb Jahren Sänger der aus dem Landkreis stammenden Volksfest- und Partyband „D’Reichenkirchner“. Dabei hat auch Kowalski ganz klein angefangen.

Mit fünf Jahren erster Gitarrenunterricht

Im Alter von fünf Jahren startete der gebürtige Isener seinen musikalischen Lebenslauf. Insgesamt neun Jahre lang hatte er Gitarren-Privatunterricht beim Musiklehrer Martin Klinger. Als Neunjähriger lernte Kowalski außerdem drei Jahre lang Schlagzeug. Doch damit war sein Interesse an der Musik noch lange nicht gestillt: neben Klavier brachte er sich Grundkenntnisse in Akkordeon, Trompete und der steirischen Harmonika selbst bei. „Ich habe mir dabei immer Lieder angehört und diese nach Gehör nachgespielt. Ich habe nie nach Noten geübt“, betont der 20-Jährige, der seit September 2015 in Wartenberg lebt.

Mit zwölf Jahren hatte Kowalski das erste Bandprojekt. Mit seinen Freunden Daniel Maier und Lukas Griesbeck gründete er die Band „Damalug“. Mit der Zeit verbesserte sich nicht nur die Ausstattung, die drei Männer spielten auch auf kleinen Geburtstagsfeiern oder örtlichen Veranstaltungen. Zur Musikrichtung sagt der Wartenberger: „Es ging schon immer überwiegend um bayerische Party- und Volksfestmusik.“

Mit Maxi Schrägle und Jonas Körber gewannen die Jugendlichen ein paar Jahre später noch einen Keyboarder und einen Bassisten dazu. Aus der alten Gruppe wurde die Band Mia san’s. Vor fünf Jahren hatte Kowalski dann auch seine Gesangspremiere. „Das Singen ging von heute auf morgen, ich habe ja auch keine Gesangsausbildung gemacht.“ Mit seinen alten Kollegen von Mia san’s trifft sich der 20-Jährige heute immer wieder zum Musizieren, aber nicht mehr so aktiv und häufig wie früher.

Im Herbst 2014 bekam Kowalski von seinem Großvater eine Werbeanzeige überreicht, dass „D’Reichenkirchner“ einen neuen Sänger suchen, da sich der Vorgänger in den Ruhestand verabschiedet hatte. Beim Vorsingen musste der junge Mann „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ und andere Volksfest-Klassiker präsentieren und überzeugte seine Bandkollegen sofort. Schon kurz darauf begannen die Proben. „Ich hatte vier Monate Zeit, das Repertoire kennenzulernen. Das funktionierte gut, da ich viele Lieder durch meine alte Band oder meinen Musikgeschmack schon kannte“, berichtet Kowalski, der liebend gerne Tracht trägt.

Bei den Reichenkirchnern ist der 20-Jährige der Jüngste. Seine Gruppenkollegen sind ab 30 Jahre aufwärts. „Wenn man mit ihnen spielt, gibt es keinen Altersunterschied. Ich fühle mich sehr wohl und komme mit allen klar.“

Sein Kindheitstraum wurde wahr

Es war schon immer Kowalskis Kindheitstraum, als Volksfestsänger auf der Bühne zu stehen. „Und mein Traum hat sich erfüllt – es ist genau das, was ich wollte“, sagt der gelernte Hotelfachmann, der jetzt in der Therme Erding als Animateur und Fitnesstrainer arbeitet.

In den warmen Monaten haben die Reichenkirchner fast jedes Wochenende mindestens einen Auftritt. Kowalski: „Die Musik ist meine Leidenschaft. Sie bestimmt schon etwa 50 Prozent meines Lebens.“ Vor vier Jahren hat der 20-Jährige schon einmal einen bayerischen Song zum Geburtstag seiner Mutter geschrieben und aufgenommen. So ein Projekt könnte er sich irgendwann wieder vorstellen. „Ansonsten will ich, dass es einfach so läuft wie jetzt.“ Definitiv soll die Musik in Kowalskis Leben auch weiter eine große Rolle spielen.

Auftritte

Auch im Landkreis haben „d’Reichenkirchner“ mit Sänger Marcel Kowalski bald Auftritte. Am 19. August sind sie beim Dorfener Volksfest, beim Erdinger Herbstfest am 27. und 30. August sowie am 2. September.

Markus Ostermaier

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