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20 Jahre Kulturmarkt Wartenberg 

Konzerte und Lesungen im Alten Schulhaus

Mit spannenden Plänen startet der Kulturmarkt Wartenberg in die nächsten 20 Jahre. So alt oder so jung ist nämlich der tragende Kulturverein in der Gemeinde geworden. Seine Jahreshauptversammlung am Dienstag im Gasthaus Reiter wurde zur Jubiläumsfeier. „Liebes Team, ich bin sicher, wir dürfen noch einiges von Ihnen erwarten“, sagte Bürgermeister Manfred Ranft, und die Vorsitzende Beate Welnetz enttäuschte diesbezüglich nicht.

Wartenberg – Die nahende Fertigstellung des Alten Schulhauses werde zu einer völligen Neuausrichtung des Vereins führen, erklärte sie auf Nachfrage. Der Kulturmarkt will den dortigen Bürgersaal für Veranstaltungen nutzen. „Klein aber fein“ ist das Motto, unter dem sich die Vorsitzende kleinere Konzerte und Lesungen unter dem Titel „Kultur im Alten Schulhaus“ vorstellt. „Darauf wollen wir uns konzentrieren.“

Welnetz sieht das Alte Schulhaus und die sich dort ergebenden Möglichkeiten als eine große Chance für viele Bürger, sich am kulturellen Leben zu beteiligen. Und so richtete sie einen Aufruf an die Öffentlichkeit: „Wer immer sich berufen fühlt, etwas beizutragen, ist eingeladen, das zu tun.“ 100 Mitglieder ist der Verein stark.

Das war aber noch nicht alles. Der Traum von Beate Welnetz ist, das Angebot um die Komponente Theater zu erweitern. „Vielleicht“, so die Vorsitzende, „findet sich ja auch eine Theatergruppe zusammen“. Das gibt es in der Tat in Wartenberg bislang nicht. Hier hat der Theaterverein Langenpreising in der engeren Nachbarschaft also eine Alleinstellung. In diesen Plänen zeigte sich nun der von Ranft bescheinigte „nicht nachlassende Enthusiasmus“ beim Kulturmarkt.

Die Geschichte und das breite Angebot des Vereins schilderte Gründungsvorsitzender Gustav Weltrich in einem gewohnt launigen Vortrag vor den Mitgliedern und Gästen im überfüllten Nebenzimmer der Gaststätte. Dass man eine Menge erleben kann, wusste der Altbürgermeister zu erzählen: Opernsänger, die beinahe ihren Auftritt versemmelt haben, und nach einer reifen sportlichen Leistung ihren Einsatz von völlig unerwarteter Stelle aus noch hinkriegten, weil es bis zur Bühne nicht mehr gereicht hat. Open-Air-Veranstaltungen, bei denen die Gäste im strömenden Regen sitzen blieben, weil es gerade so richtig spannend wurde und alle auf das „hohe C“ des Sängers warteten. Und dann natürlich der Konzertflügel, der damals schnellstens trockengelegt werden musste.

Für die Wasserrettung bei diesem verregneten Freiluftkonzert war jemand verantwortlich, ohne den laut Weltrich „Kulturveranstaltungen praktisch nicht möglich“ sind: Franz Ganslmaier. Der Gemeindearbeiter sei einfach immer da, lobte Weltrich. Daher erhielt Ganslmaier unter dem Beifall der Versammlung eine Aufmerksamkeit von der Vorsitzenden.  klk

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