Kostenberechnung für Sanierung

2,43 Millionen Euro fürs Alte Schulhaus

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Wartenberg – Manche Markträte waren sauer über die Kostenberechnung für die Sanierung des Alten Schulhauses.

Bisher gab es nur Kostenschätzungen, jetzt liegt die erste Berechnung für die Sanierung des Alten Schulhauses vor. Architekt Udo Rieger kommt auf 2,43 Millionen Euro ohne Gestaltung der Außenanlagen. „Das ist fast 20 Prozent höher. Ich bin erschrocken“, erklärte Georg Furtner (NMW) in der Marktratssitzung. Bisher war der Betrag von 2,05 Millionen Euro im Raum gestanden.

Bürgermeister Manfred Ranft (FWG) widersprach. Teilweise sei es wegen Wünschen der Marktgemeinde teurer geworden – zum Beispiel Einbauküchen für Mietwohnungen oder Schiebetüren. „Wir müssen das nicht machen“, sagte Ranft, allerdings gebe es gute Gründe, das eine oder andere so zu entscheiden. Diese Posten sind unter anderem Alu-Vorsatzschalen für die Fenster (+ 20 000 Euro) und eine dezentrale Lüftung (+ 34 000 Euro). Solche Beispiele zeigen laut Ranft aber, dass eine höhere Investition am Ende auch helfe, Kosten zu sparen: die Aluprofile bei der Haltbarkeit der Fenster und die Lüftung zur Vermeidung von Schimmelschäden.

Kritisch gesehen wurde im Gremium, dass Brandschutz-Trockenbaudecken bisher gar nicht eingeplant waren und jetzt mit 38 000 Euro auftauchen. Der Architekt habe bei seiner ersten Planung die Vorgaben für denkmalgeschützte Bauten eingehalten, erläuterte Ranft. Auch wenn das Gebäude als ehemalige Wittelsbacher Jagdhaus historischen Wert hat, war es noch nie denkmalgeschützt. Diese Erklärung ließ einige Markträte erst recht den Kopf schütteln.

Die Frage, ob man den Architekten für diese Mehrung haftbar machen könne, verneinte Walter Gebhart (FWG). Diese Brandschutzdecken seien offensichtlich vorgeschrieben und daher so genannte „Sowiesokosten“. Diese seien nicht einklagbar, erläuterte der Architekt.

„Das passt mir auch nicht“, sagte 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) zu der Kostensteigerung. Dennoch sei einiges erklärbar. Andere Punkte könne der Hauptausschuss bei einem Ortstermin besprechen. Michael Paulini (SPD) wies seine Ratskollegen am Ende auf einen kleine Fußnote auf der bisherigen Kostenschätzung hin: „Genauigkeitsgrad +/- 20 Prozent bei Bauten im Bestand“. Damit erledige sich die Diskussion eigentlich, meinte er.

Timo Aichele

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