Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

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Nicht zu schwer, nicht zu schnell: So sind nun die Vorgaben an der Ortseinfahrt von Pesenlern. 

Ortsdurchfahrt Pesenlern

Alle Verkehrszeichen stehen auf Frieden

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Gewaltigen Gegenwind hatte Bürgermeister Manfred Ranft wegen der Ortsdurchfahrt aus Pesenlern bekommen. Nun ist die Straße wieder für Lkw gesperrt.

Pesenlern – Jetzt dürfte Ruhe einkehren in Pesenlern – sowohl auf der Ortsdurchfahrt als auch in der politischen Diskussion. Dieser Tage wurden an den Ortseingängen Schilder aufgestellt, nach denen Lastwagen mit mehr als zwölf Tonnen Gewicht nicht einfahren dürfen. Dafür hatten Bürger gekämpft – mit allen Mitteln. Sogar eine Dienstaufsichtsbeschwerde reichte ein Pesenlerner gegen Bürgermeister Manfred Ranft ein. „Wenn die Bürger zufrieden sind, ist alles gut“, sagte er gestern auf Nachfrage.

Dabei hatte es Ende August 2015 noch so harmonisch angefangen. Bei strahlendem Sonnenschein durchschnitten große Abordnungen der Nachbargemeinden Wartenberg und Fraunberg ein Band, um so die gerade gemeinsam sanierte Straße zwischen Felben und Pesenlern einzuweihen. Der Ärger um die 700 000-Euro-Maßnahme begann nach einem Jahr.

Die reparierte Straße konnte nunmehr auch mit Schwerverkehr belastet werden. Die Tonnagebeschränkung, die nach wie vor in Pesenlern galt, hätte das nach Ansicht Ranfts ad absurdum geführt. Deswegen ließ er die Schilder im Sommer 2016 auch dort entfernen – an der Ortsdurchfahrt selbst war nicht gearbeitet worden, sie war in gutem Zustand.

Übergeordnete Behörden hätten signalisiert, dass sie eine Tonnagebeschränkung auf einer frisch hergestellten Straße nicht akzeptieren würden. „Ich habe vom Straßenbauamt die eindeutige Aussage, dass eine Gewichtsbeschränkung zuschussschädlich wäre“, argumentierte der Bürgemeister damals. Wenn man sich daran nicht halte, sei die Förderung von 500 000 Euro in Gefahr.

Die Grundlage für die aktuelle Kehrtwende war eine Untersuchung der Ortsdurchfahrt durch einen Fachmann. „Die Straße ist schon noch in Ordnung, teilweise allerdings sehr schmal“, schilderte Ranft gestern auf Nachfrage das Ergebnis. Mit teils nur 4,5 Meter Breite werde es für Lkw im Begegnungsverkehr zu eng. Eine willkürliche Beschränkung wäre laut Ranft nicht möglich gewesen, mit diesem Argument allerdings schon. „Wir haben uns ein Beispiel an der Lindenallee genommen, die wegen der Breite auch auf zwölf Tonnen beschränkt ist“, sagte er.

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssituation in Pesenlern hat der Marktrat bereits im November beschlossen: Tempo 30. Lediglich diskutiert aber nicht umgesetzt wurde eine Rechts-vor-links-Regelung. Vor der Straßensanierung 2015 hatte es auch einen Fahrbahnteiler am Ortseingang gegeben. Dieser wurde abgebaut – und wird nach einer Bürgerbefragung von den wenigsten Pesenlernern vermisst. In der kommenden Woche sollen an der Ortsstraße kleine Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden, kündigte Ranft an.

Die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn hatte die Kommunalaufsicht übrigens im Dezember abgewiesen. Sowohl vekehrs- als auch dienstrechtlich habe Ranft diese Entscheidung im Sommer 2016 ohne ein Votum des Marktgemeinderates treffen dürfen. So urteilte das Landratsamt damals. Alle Zeichen stehen also auf Frieden.

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