Altes Schulhaus

Bürgerpark für 400 000 Euro

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Die Außenanlagen am Alten Schulhaus werden teuer. Der Marktrat debattierte über die Anzahl der Parkplätze.

Wartenberg – 400 000 Euro reine Baukosten – diese Zahl ließ den Marktgemeinderat Wartenberg aufhorchen. Denn für die Gestaltung des Bürgerparks am Alten Schulhaus war bisher von der Hälfte die Rede gewesen. „Damit werden wir nicht hinkommen“, sagte Landschaftsarchitekt Dietmar Narr. Sein Konzept sei bei der Regierung von Oberbayern wohlwollend aufgenommen worden. Das ist wichtig, weil dort über Zuschüsse aus der Städtebauförderung entschieden wird.

Das Konzept des Marzlinger Landschaftsarchitekten sieht ein Mäuerchen rund um den Freibereich des Alten Schulhauses vor. Diese „Sitzmauer“ umgebe „einen öffentlichen Raum, der gut nutzbar ist“, sagte Narr. Er plant dort eine „Freischankfläche für den Bürgersaal“, einen privaten Freibereich für Mieter und acht Stellplätze. Am Südende des stark abfallenden Grundstücks soll ein Spielplatz entstehen, zu dem die Kinder vom Schulhaus hinunterrutschen können.

Der Planer präsentierte zwei Varianten: eine mit und eine ohne zusätzliche Stellplätze im unteren Bereich im Süden. Bei der Regierung von Oberbayern sei dieser Parkplatz in Frage gestellt worden, berichtete Narr. Auch er sehe ihn landschaftsplanerisch kritisch. Ob diese Aussage der Behörde auch bedeute, dass diese Stellplätze sogar zuschussschädlich sind, wisse er nicht, antwortete Narr auf eine Frage aus dem Marktrat.

„Wir sollten darüber nachdenken“, erklärte Bürgermeister Manfred Ranft (FWG). Schließlich seien angesichts der „Zielgruppe“ für die geplanten Sozialwohnungen wohl nicht so viele Parkplätze gefragt. 3. Bürgermeister Christian Pröbst widersprach vehement. Sein Fraktionskollege Franz Gerstner ebenfalls. „Es kann nicht sein, dass sich die Gemeinde die Freiheit nimmt und bei einer eigenen Planung von der Stellplatzsatzung abweicht“, sagte er. Von allen andern Bauwerbern werde deren Einhaltung ja auch verlangt.

Außerdem wies Gerstner auf die Situation rund um das Alte Schulhaus hin. Es würden dort ja eventuell öffentliche Veranstaltungen mit Zuschauerandrang geplant. „Wir haben für Parkplätze keine Alternative in der Nähe – zumindest keine, die ich befürworten würde“, sagte Gerstner in Anspielung auf die Diskussion über die Schaffung von Stellplätzen zum Beispiel durch eine Tiefgarage im Nikolaiberg.

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