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Sich ja nicht von der schönen Nackten ablenken lassen: Das riet Bürgermeister Manfred Ranft (stehend) den Räten (v. r.) Eduard Ertl und Sebastian Baumann. Ranft zeigte dem Gremium auch eine Vorzeichnung zu der Bronzeskulptur.

Aus einem Nachlass

„Die Badende“ im Rathaus

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Wartenberg – Marktgemeinde erwirbt Skulptur von Christiane Horn

Stolz präsentierte Bürgermeister Manfred Ranft dem Marktgemeinderat eine Neuerwerbung: „Die Badende“, eine Bronzeskulptur der Wartenberger Bildhauerin Christiane Horn. Kunsthistorikerin Heike Kronseder hatte die Ehre, die kleine Statue zu enthüllen und ihren Ratskollegen vorzustellen.

„Die Badende“ sei in den 1990er Jahren entstanden, und es gebe nur ein paar Abgüsse, erzählte Kronseder. Entsprechend seien diese Werke „sehr kostspielig“. Ranft verriet die Kaufsumme auf Nachfrage unserer Zeitung nicht. Die Statue stammt aus dem Nachlass von Werner Höhn, dem Wartenberger Apotheker, der im Juli verstorben war. Daraus hat die Marktgemeinde noch zwei Gemälde erworben: ein Stillleben mit Blumen von Carl Hans Schrader-Velgen sowie das Porträt einer jungen Frau mit Kopftuch von Hermann Groeber. Beide Maler haben in Wartenberg gewirkt.

„Die Badende“ wird einen festen Platz im Rathausfoyer bekommen. „Sie kriegt noch einen Sockel, damit man ihr ins Gesicht sehen kann. Das ist ja unheimlich fein gearbeitet“, erklärte Ranft. Mehrere Werke von Wartenberger Künstlern prägen den Raum bereits, darunter eine Bronze von Horn und eine großflächige Badeszene von Groeber, auf der nackte Buben zu sehen sind. Horn hat von 1989 bis zu ihrem Tod 2001 im Alten Schulhaus in Wartenberg gelebt und gearbeitet. Die Künstlerin wurde nur 44 Jahre alt.

Timo Aichele

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