Sanierungskonzept bis 2027

Beim Abwasser noch zehn Jahre selbstständig

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Wartenberg – Der Marktgemeinderat hat eine 2,2 Millionen Euro teure Planung verabschiedet. Damit soll die Anlage bis 2027 laufen.

Auf jeden Fall noch zehn Jahre wird Wartenberg eine eigenständige Kläranlage betreiben. Dann steht eine gemeinsame Lösung mit Fraunberg am Horizont. Denn solange hat die Nachbargemeinde eine Betriebserlaubnis für die eigene Anlage. Für die Übergangszeit muss die Wartenberger Anlage allerdings saniert werden. Dafür hat das Ingenieurbüro Dippold und Gerold eine 2,2 Millionen Euro schwere Planung erstellt.

Die Wartenberger Kläranlage ist 1964 mit einer Kapazität von 4000 Einwohnergleichwerten (EW) in Betrieb gegangen und wurde 1996 auf 6000 EW erweitert. Nach einer früheren Planung wären 2018 Neubauten unter anderem des Pumpwerks und eines Bewegungsbeckens angestanden, denn die wasserrechtliche Erlaubnis läuft aus.

Heuer hätten sich rechtliche Rahmenbedingungen zugunsten des Marktes Wartenberg verändert, berichtete ein Vertreter des Planungsbüros dem Marktgemeinderat. Der Neubau eines zweiten Belebungsbeckens sei daher nicht notwendig, und die ursprüngliche Planung könne abgespeckt werden. Anstatt 3,7 Millionen müsse der Markt 2,2 Millionen Euro investieren. So sei eine Erlaubnis für weiter zehn Jahre möglich. Mit einer Ausschreibung im Dezember 2017 könnten die Arbeiten im April 2018 beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zur Hochwasserfreilegung im Überschwemmungsgebiet der Strogen wird zudem das Pumpwerk verlegt und daas Gelände teilweise aufgefüllt.

3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) interessierte sich besonders für die umgebaute Lüfteranlage, bei der die Maschinen in eigenen kleinen Gehäusen frei neben dem Becken stehen. Ob denn dadurch nicht eine besondere Lärmessionen entstehe?, wollte er wissen. Seine Ratskollegen schmunzelten, zielte die Frage doch darauf ab, ob so die Pläne eines Bauwerbers auf dem benachbarten Grundstück am Kreisverkehr erschwert werden könnten. Doch diese Hoffnung erfüllte sich für Pröbst nicht. Die Lüfter seien schallgeschützt, bekam er zu hören. Bleibt nur der Geruch als Argument gegen neue Nachbarn.

Timo Aichele

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