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Feuertaufe bestanden: Die neue Drehleiter der Feuerwehr Wartenberg kam bei der Großübung am Samstag an der Klinik Wartenberg zum Einsatz. Sie wurde gebraucht, um Verletzte im Altbau zu finden, wo der Annahme nach ein Brand ausgebrochen war.

Grossübung der Feuerwehren

Brand in Klinik: Training für die Retter

Wartenberg – Im Altbau der Klinik Wartenberg bricht ein Brand aus, elf Menschen sind verletzt: So lautete das Szenario einer Großübung am Samstag.

Mit einer Großübung haben die Feuerwehren am Samstag die Verbesserung ihrer Schlagkraft durch die neue Drehleiter in Wartenberg unter Beweis gestellt: Angenommen wurde ein Brand im Altbau der Klinik Wartenberg. Elf Verletzte gab es zu finden, zu retten und fachgerecht zu versorgen.

Das geschah teilweise über eben diese neue Drehleiter: Die gerade erst fertig ausgebildeten Maschinisten erwiesen sich als enorm sicher im Umgang mit dem neuen Großgerät und setzten zielsicher die Fähigkeit der Leiter, den vorderen Teil mit dem Korb abzuknicken, zum Einstieg in ein Fenster im Dachgeschoss ein.

Leichter zu finden war Sarah Leise: Die Darstellerin war der Annahme zufolge in Panik aus dem dritten Stock aus dem Fenster gesprungen und hatte den Aufprall auf den Asphalt vor dem Haus nur knapp überlebt: Schwere Wirbelsäulenschäden, ein Schädel-Hirn-Trauma, eine offene Unterschenkelfraktur links und eine Oberschenkelfraktur rechts waren die Verletzungen, die es erst einmal festzustellen und dann fachgerecht zu versorgen galt.

Das Team vom Roten Kreuz, das Verletzungen realitätsgenau schminken kann, hatte hier im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Als Leise, eingepackt in eine Spezialhalterung zur Stabilisierung der lädierten Wirbelsäule, mit den anderen Darstellern an der Verletzten-Sammelstelle angekommen war, lachte sie auf die Frage, ob die Helfer wirklich alle Verletzungen gefunden hätten. Der Oberschenkelbruch war wahrlich nicht leicht zu entdecken unter der Jeans. „Das hat lange gedauert“, meinte sie auch.

Realistisch war auch die Annahme, dass Pflegepersonal bei der Rettung von bettlägerigen Patienten selbst zu Schaden gekommen war. „Rauchgasintoxikation – bewusstlos“ stand auf einem Zettel neben einem weiteren Darsteller, dessen Rettung sich freilich schwierig gestaltete.

Die Feuerwehren aus Langenpreising, Zustorf, Berglern, Kirchberg, Fraunberg und Isen waren alarmiert worden, dazu die Einsatzleitfahrzeuge aus Altenerding und Taufkirchen. Vor allem Atemschutzgeräteträger waren gefragt. Sie drangen in das Gebäude vor und machten sich auf die zeitraubende Suche nach den Verletzten. Rettungswagen und Krankenwagen fuhren auf dem Parkplatz auf, die Einsatzleitung etablierte sich an der Kreisstraße vor der Klinik-Einfahrt.

Auch die Moosburger eilten mit ihrer Drehleiter zu Hilfe und brachten noch ein schweres Löschgruppenfahrzeug mit. Mit der zweiten Drehleiter konnte das Gebäude von der Rückseite her angegangen werden, um nach Verletzten zu suchen. Nach einer dreiviertel Stunde kam die erlösende Meldung, dass alle Verletzten in Sicherheit seien.

Insgesamt waren nach Darstellung von Einsatzleiter Konrad Gruber 60 Feuerwehrleute und rund 30 Rettungskräfte im Einsatz an der Klinik, beobachtet unter anderem von Bürgermeister Manfred Ranft und einem Team des Katastrophenschutzstabs des Landratsamts. Da das Klinik-Gelände für derart viele Hilfsfahrzeuge nicht ausgelegt ist, war die Einweisung durch Ortskundige enorm wichtig – hier half unter anderem Josef Allwang. Überhaupt machte auch Kreisbrandrat Willi Vogl ein zufriedenes Gesicht. Bei der Einsatzleitung war nur von „Kleinigkeiten“ die Rede, die es zu besprechen gelte.

Von Klaus Kuhn

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