Bürgerversammlung Wartenberg 

Bei Asylbewerbern „alles im grünen Bereich“

Bürgermeister Manfred Ranft sieht keine Probleme mit den in Wartenberg untergebrachten Flüchtlingen. Es sei „alles im grünen Bereich“, erklärte er in der Bürgerversammlung. Unter den Asylbewerbern seien „viele junge Frauen mit Kindern. Das prägt auch das Straßenbild“. Deren Sprösslinge würden die Tagesstätten und Schulen in Wartenberg besuchen, „und die Mütter lernen fleißig Deutsch“, so Ranft.

Wartenberg– Bürgermeister Manfred Ranft sieht keine Probleme mit den in Wartenberg untergebrachten Flüchtlingen. Es sei „alles im grünen Bereich“, erklärte er in der Bürgerversammlung. Unter den Asylbewerbern seien „viele junge Frauen mit Kindern. Das prägt auch das Straßenbild“. Deren Sprösslinge würden die Tagesstätten und Schulen in Wartenberg besuchen, „und die Mütter lernen fleißig Deutsch“, so Ranft.

Auch Landrat Martin Bayerstorfer schlug bei seinem Grußwort versöhnliche Töne zum Thema Asyl an. Es gebe unter den Migranten auch eine Vielzahl an jungen Menschen, die sich integrieren wollen. „Man darf auch nicht vergessen, dass es ein humanitärer Akt ist, dass Menschen, egal welcher Hautfarbe oder Religion, bei uns leben können“, erklärte der CSU-Politiker, der auch den Ehrenamtlichen dankte.

Negative Aspekte verschwieg Bayerstorfer allerdings ebensowenig. Der Landkreis habe in den vergangenen Jahren zehn Millionen Euro für Flüchtlinge ausgegeben. Dabei seien die Leistungen der Gemeinden noch gar nicht eingerechnet. Positiv sei aber, dass im vergangenen Halbjahr fast keine neuen Asylbewerber in den Kreis Erding gekommen seien. Aktuelle liege die Zahl bei 1250, nach einem Spitzenwert von knapp 1500 im jahr 2016. Allerdings sei jetzt bereits ein Drittel der Asylbewerber anerkannt. „Das heißt: Der größte Teil lebt von Hartz IV“, erläuterte der Landrat.

Auch bekräftigte Bayerstorfer zum umstrittenen Thema Arbeitserlaubnisse seine Haltung. Es gebe vier Kritierien, um solche zu erteilen: die Bleibeperspektive („Das ist eine Weisung des Innenministeriums“), eine gesicherte Identität („Das hat bei fast allen Ablehnungen gefehlt“), Sprachkenntnisse und Straffreiheit.

Gerade beim Thema Identität gebe es häufig Überraschungen. „Jetzt haben wir plötzlich mehrere Fälle wöchentlich, in denen jemand seine Ausweisdokumente wiederfindet“, erzählte der Behördenchef. Die Dokumente würden dann freilich eingezogen.

Konrad Huber von Aufgemuckt appellierte an die Wartenberger, beim Thema dritte Startbahn wachsam zu bleiben. Die größte Gefahr sei die Umwandlung der FMG von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft. Im Aktionsbündnis gebe es viele Überlegungen zu öffentlichkeitswirksamen Reaktionen.


ta

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