Coronavirus - Intensivstation
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Fünf Covid-19-Patienten einer Reha-Station der Klinik Wartenberg mussten ins Klinikum verlegt werden. Den Ausbruch kann man sich nicht erklären.

Mehrere Patienten und Mitarbeiter auf einer Reha-Station infiziert 

Corona-Ausbruch in der Klinik Wartenberg

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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In der Klinik Wartenberg ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Die Einrichtung ging damit kurz vor Silvester von sich aus an die Öffentlichkeit.

Wartenberg Betroffen ist eine der Reha-Stationen. Mehrere Patienten und Mitarbeiter wurden positiv getestet, teilt Klinik-Sprecherin Irene Hilf mit. Die Covid-19-Station, die das Erdinger Klinikum entlasten soll, stößt mittlerweile an seine Kapazitätsgrenze.

„In den letzten Stunden haben sich die Ereignisse in unserem Haus überschlagen“, teilt Hilf mit. Der Serienausbruch dürfte schwerwiegend sein. Denn: „Fünf der infizierten Patienten wurden am Mittwoch ins Klinikum Erding verlegt“, so die Sprecherin. Dazu waren mehrere Rettungswagen im Einsatz.

Den Ausbruch kann man sich in Wartenberg nicht erklären. Es ist unklar, wie das Virus in die Einrichtung gelangt ist. „Aktuell können wir über den genauen Hergang des Ausbruchsgeschehens noch keine Aussagen machen.“ Von der Wirksamkeit des Hygienekonzeptes sei man nach wie vor überzeugt. „Über viele Monate hat es Ausbrüche in unserem Haus verhindert“, betont Hilf.

Während das Landratsamt vor wenigen Tagen berichtet hat, dass sich die Situation am Klinikum leicht entspanne – am Mittwoch wurden dort laut Sprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer 21 Covid-19-Patienten betreut, davon vier auf der Intensivstation und einer künstlich beatmet – spitzt sich die Situation an der Ausweichstation in Wartenberg zu. „Die vor zirka drei Wochen auf Anfrage der Führungsgruppe Katastrophenschutz reaktivierte Corona-Isolierstation in Wartenberg zur Entlastung der Krankenhäuser in der Umgebung ist mit etwa 20 Patienten aktuell an ihrer Auslastungsgrenze“, berichtet die Sprecherin.

Da in der Klinik Wartenberg keine intensivmedizinischen Kapazitäten vorhanden sind – solche Behandlungen kommen in dem hier üblichen Spektrum nicht vor –, werden auf der Isolierstation nur mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt, die nicht (mehr) beatmet werden müssen.

Um weiterhin eine umfassende Versorgung der Patienten in Wartenberg zu gewährleisten, sei am Mittwoch beim Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordination, Dr. Rainald Kaube, ein Antrag auf Unterstützung durch zusätzliches Personal gestellt worden. „Hier läuft die Hilfe bereits an, wofür wir sehr dankbar sind“, sagt Hilf. Doch medizinisches Personal ist überall knapp.

Bei der Information der Öffentlichkeit verhält sich die Klinik Wartenberg vorbildlich. Sie ging von sich aus an die Öffentlichkeit. „Uns ist größtmögliche Transparenz wichtig“, erklärt Sprecherin Hilf.

ham

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