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Sandspiel statt Spatenstich (v. l.): Sepp Korber, Franz Xaver Bauer, und Manfred Ranft.

Offizieller erster Spatenstich

In einem Jahr wollen die Trachtler einziehen

Wartenberg – Ganz Wartenberg hilft mit. Die Marktgemeinde bezuschusst das neue Trachtenheim mit 175 000 Euro und stellt das Grundstück, die Wirtschaft spendet, und die Mitglieder legen selbst Hand an. Jetzt geht’s los.

Startschuss für das Vereinsheim des Volkstrachtenvereins Wartenberg: Am Montagabend wurde im Beisein vieler Mitgliedern und einigen Markträten der erste Spatenstich vollzogen. Vorsitzender Sepp Korber, Architekt Franz Xaver Bauer und Bürgermeister Manfred Ranft begannen allerdings nicht wie sonst üblich Vorsitzender Josef Korber, Architekt Franz Xaver Bauer und Bürgermeister Manfred Ranft mit dem Aushub der Baugrube, sondern bewegten etwas Sand auf einem großen Haufen von links nach rechts. Dafür gab es der Tradition entsprechend reichlich zu trinken, viel gute Laune, und einen klaren Plan: 2017 will der VTV drin sein – und damit draußen aus dem Reitersaal.

Knapp 200 Quadratmeter hat der Saal im neuen Vereinsheim. Die Marktgemeinde habe das Projekt mit 175 000 Euro Zuschuss und der Bereitstellung des Grundstücks großzügig gefördert, sagte der Bauleiter des Vereins, Rudi Schmied. Dennoch habe der VTV den Gang in die Kreditabteilung der Hausbank antreten müssen. Die Trachtler freuen sich auch über Unterstützung der heimischen Wirtschaft. Einige Sponsoren wurden gefunden.

Der Neubau wird ebenerdig und damit barrierefrei zugänglich sowie eine voll ausgestattete Küche erhalten. „Man erhascht das eine oder andere gebrauchte Teil, und irgendwann wird eine vollwertige Küche daraus“, unkte Schmied über die immensen Kosten in diesem Bereich. Ein Ausschank, sanitäre Anlagen und ein Büro ergänzen das Raumprogramm.

Der Bereich, der nicht zum Saal gehört, erhält eine Betondecke. So entsteht ein Obergeschoss mit Lager für Kostüme und weitere Ausstattung. „Das ist bisher über viele Privatwohnungen verteilt. Jetzt können wir alles konzentriert hier unterbringen“, berichtete Schmied.

Der Eingang ist in Richtung TSV-Gelände gedreht worden. Sobald die daneben geplante Mehrzweckhalle realisiert wird, ist dort ein gemeinsamer Eingangsbereich der beiden Gebäude möglich.

Korber machte keine großen Worte, dankte vor allem dem Markt Wartenberg und meinte dann: „Man sieht, dass ein Haufen Arbeit auf uns zukommt.“ Die Trachtler haben enorm viele Eigenleistungen eingeplant, können diese aber noch nicht beziffern. Der Bürgermeister wünschte dem Verein: „Ich hoffe, dass die Baukosten eingehalten werden können.“

Klaus Kuhn

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