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Die imposante Vitrine und einen Fahnenschrank im gleichen Stil hat Anton Fruhtsorfer für den Trachtenstadl geschaffen.

Einweihung am 3. Juni

Endspurt am Wartenberger Trachtenstadel

Die Wartenberger Trachtler arbeiten bis zum letzten Moment an ihrem neuen Vereinsheim. Die Einweihung wird am 3. Juni gefeiert.

Wartenberg – Es ist das größte Projekt der Vereinsgeschichte, und am Sonntag, 3. Juni, wird die Einweihung gefeiert: Der Trachtenstadel des Volkstrachtenvereins Wartenberg am Sportzentrum ist fast fertig, und bei Licht betrachtet ist die Bezeichnung für den Neubau, die der Verein gefunden hat, Understatement pur: Der Markt Wartenberg ist zu einem Veranstaltungssaal gekommen, der sich sehen lassen kann. In diesen Tagen laufen die letzten Restarbeiten, das Programm für die Einweihung steht.

Wie groß der Kraftakt für den 300 Mitglieder starken Verein ist, wird an den Finanzzahlen deutlich: 50 000 Euro Eigenmittel, 120 000 Euro Kredit, weitere 50 000 Euro zinsloses Darlehen von der Gemeinde, 40 000 Euro Spenden, 15 000 Euro Zuschuss vom Landkreis, das Grundstück von der Gemeinde und unzählige Arbeitsstunden der Mitglieder. Anfangs gab es einen Kalender, in dem die geleisteten Stunden aufgelistet wurden – aber Arbeiten war wichtiger als Bürokratie. „Ich hab’s gern gemacht, aber ich habe nichts aufgeschrieben. Wozu auch?“, sagte Vorsitzender Sepp Korber bei einem Besuch der Heimatzeitung im Vereinsheim. An diesem Tag wurden die Außenanlagen hergerichtet, eine gespendete Kuchentheke gereinigt, Geländer am Vorplatz aufgebaut, und die Freiwilligen saßen bei einer Tasse Kaffee beisammen.

Paul Adelsberger kam herein, mit ein paar Zetteln in der Hand: Die Entwürfe für eine Bau-Chronik, die mit einer Auflage von 500 oder mehr Exemplaren zur Einweihung fertig sein soll. In dem darin abgedruckten Grußwort dankt Korber der Gemeinde für die Unterstützung und stellt fest, dass diese dabei „bis an die Grenze“ gegangen sei. Adelsberger selbst steuert „die uralte Mär von einem kleinen Stamm, der eine große Scheuer baute“ bei, in der auch der „Ortshäuptling“ Ranft vorkommt. Enorm witzig geschrieben, liebevoll aufbereitet, unbedingt lesenswert, etwa auch seine Beschreibung, dass der „kleine Stamm“ bei „einem örtlichen Wucherer“ besagte 120 000 „Geldstücke“ habe leihen müssen. Beim aktuellen Zinsniveau ist das sicher eine leichte Übertreibung.

Der Saal wird gebraucht, die ersten Ansätze eines Belegungskalenders gibt es schon: Die Kreismusikschule hat sich bereits eingebucht, die Kreisversammlung der Gartler wird hier tagen. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich, extrabreite Türen wurden verbaut, mobile Trennwände strukturieren den Raum, wenn mal nicht so viele Gäste kommen.

Die Besucher werden alle an der liebevoll gestalteten Stadel-Schänke ihre Getränke holen, vorher aber an der von Anton Fruhstorfer gestalteten Vitrine und Garderobe vorbeikommen. Der Schreiner steht stellvertretend für alle, die sich eingebracht haben. Fruhstorfers Arbeit sieht man, die von den vielen anderen nicht so direkt. Zum Beispiel der Putztrupp, der die gespendete Kuchentheke wieder auf Hochglanz gebracht hat. Mit Zahnbürsten haben Freiwillige die vielen Ecken und Lamellen sauber gemacht, damit die Gäste daraus mit Genuss essen können.

Festprogramm

Die Einweihung des Trachtenstadels beginnt am Sonntag, 3. Juni, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Anschließend folgen die Ansprachen der Ehrengäste. Es wird ein Mittagstisch angeboten, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen sowie Aufführungen. Klaus Kuhn

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