Erweiterung in Wartenberg 

Kläranlage wird fit gemacht – bis Fraunberg anschließen kann

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Über 2,8 Millionen soll die diesjährige Erweiterung der Wartenberger Kläranlage kosten – und damit 500 000 Euro mehr als bisher angenommen. Ingenieur Josef Waldinger stellte dem Marktrat die Planung vor. Angesprochen auf die Kostensteigerung, sagte er: „Ich denke, die Preise sind auskömmlich.“ Ein Puffer sei eingerechnet.

Wartenberg– Über 2,8 Millionen soll die diesjährige Erweiterung der Wartenberger Kläranlage kosten – und damit 500 000 Euro mehr als bisher angenommen. Ingenieur Josef Waldinger stellte dem Marktrat die Planung vor. Angesprochen auf die Kostensteigerung, sagte er: „Ich denke, die Preise sind auskömmlich.“ Ein Puffer sei eingerechnet.

Der Baubeginn ist nach Waldingers Worten in der letzten Aprilwoche angepeilt, die Fertigstellung Mitte Dezember. Die Kapazität der Anlage muss um 50 Prozent von 6000 auf 9000 Einwohnergleichwerte ausgebaut werden. Dazu müssen unter anderem Pumpwerk, Belebungs- und Nachklärbecken sowie der Schlammstapelbehälter umgebaut werden.

Rund 60 000 Euro von den Mehrkosten erklärte der Planer vom Ingenieurbüro Dippold + Gerold mit aufwendigeren Fundamentarbeiten, da der Untergrund schlechter als erwartet sei. Ein Plus von 50 000 Euro gehen auf das Konto einer teureren Bautechnik im neuen Rechengebäude.

Auch einen „Ausblick 2048“ wagte Waldinger. Denn in zehn Jahren steht die Entscheidung an, ob am Ortsrand von Wartenberg eine gemeinsame Kläranlage für die Marktgemeinde und den Nachbarn Fraunberg errichtet wird – die dann 20 Jahre, also bis 2048 reichen müsste. Solche Überlegungen waren wegen möglicher Synergieeffekte für beide Gemeinden bereits diskutiert worden.

Das Wasserrecht der Fraunberger Kläranlage läuft noch zehn Jahre. Mit dieser Wegmarke im Hinterkopf wurde für den aktuellen Wartenberger Umbau ebenfalls eine zehnjährige Frist beantragt. In der Sitzung sprach sich Franz Gerstner (CSU) dafür aus, die Zeitspanne auf 20 Jahre auszureizen, wenn das ohne großen Mehraufwand möglich sei. Der Ingenieur bestätigte das.

Mit sieben neuen Sozialwohnungen als Dachausbau der bestehenden Anlage an der Kammerstatt hat der Marktgemeinderat ein weiteres Großprojekt vorangebracht (675 000 Euro). Das Gremium billigte das Konzept des Architekten Martin Reichart. Bisher plane man ohne Zuschüsse, weil förderfähige Sozialwohnungen barrierefrei sein müssten, sagte Bürgermeister Manfred Ranft.

Auch die Planung für die Sanierung des Hauses für Kinder passierte den Rat. Die Maßnahme ist mit fast 1,4 Millionen Euro angesetzt.

ta

Rubriklistenbild: © Weingartner

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