Die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg.
+
Die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg.

Marie-Pettenbeck-Schule: Freude über Präsenzunterricht – Insgesamt 507 Schüler und 24 Klassen

Wartenbergs Schulleiter zieht Bilanz zum Schulstart: „Es ist nicht mehr ganz so grob“

Die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg ist gut ins neue Schuljahr gestartet, auch weil wieder kompletter Präsenzunterricht möglich ist. Schulleiter Michael Braun kommentierte vor der Schulverbandsversammlung die Lage: „Es ist Gott sei Dank nicht mehr ganz so grob. Es wird moderater in gewisser Weise.“

Wartenberg - Der „Nasenbohrertest“ werde drei Mal pro Woche weiterhin gemacht. 212 Schülerinnen und Schüler seien es in der Grundschule und noch einmal 295 in der Mittelschule. Die Grundschule habe elf Klassen, die Mittelschule 13 Klassen gebildet. Was der Schulleiter schon vor Wochen angedeutet hatte, bewahrheitet sich jetzt: Die Schule hat mit die größten Klassen weit und breit: „23,x Schüler pro Klasse im Durchschnitt, das ist schon eine Menge Holz.“

15 neue Lehrkräfte gebe es an der Schule. „Das macht es spannend“, meinte Braun. Schön sei, dass ein Förderlehrer zugeteilt worden sei, drei Sozialpädagogen. Die Schule hat das Programm „Schulmanager“ beschafft und arbeitet nach den Worten des Rektors auch intensiver damit.

Wartenbergs Schulleiter Michael Braun.

Auch bleibt es dabei, dass ausnahmsweise ein Klassenraum frei bleibe. Was nicht heißt, dass er abgesperrt und nicht genutzt wird. Er steht natürlich für Aktivitäten zur Verfügung, vor allem im Winter, wenn die Kinder nicht so gut raus können. Braun: „Das tut uns auch ganz gut.“

Schulverband beschafft Lüftungstechnik

Einstimmig beschloss der Schulverband in seiner Sitzung auch die Anschaffung von Luftfilteranlagen mit UV-Lampen. In den fünften und sechsten Klassen werden festeingebaute Geräte installiert, ab der 7. Klasse gibt’s mobile Geräte. Vor allem Melanie Falzetta (Grüne Wartenberg) machte sich für Geräte mit UV-Filter stark.

Die angehende Lehrerin nannte die Geräte mit mechanischem Filter „unfassbar laut“. Sie bestätigte damit, was schon andernorts berichtet worden ist: In Ottenhofen etwa müssen die Geräte während des Unterrichts oft ausgeschaltet werden.

Zudem ist der Wartungsaufwand der UV-Geräte deutlich geringer. Der Austausch der mechanischen Filter nämlich ist ein Thema für sich, sind die verbrauchten Filter doch Sondermüll und dürfen nur unter Schutzbekleidung gewechselt werden, was überdies jährlich passieren muss und am Hausmeister hängen bleiben dürfte.

Die UV-Lampe aber hält nach den Berichten in der Versammlung rund sechs Jahre. Überdies sind die UV-Geräte deutlich kleiner. Tatsächlich haben die mechanischen Geräte die Größe von zwei Kühlschränken übereinander.

In Wartenberg müssten wegen der Raumgröße zwei Geräte pro Raum beschafft werden. In der Summe war die Entscheidung damit schnell gefallen. Der Markt Wartenberg beschafft die Geräte für die Grundschule als Sachaufwandsträger für diesen Schultyp selbst, die Schulverbandsversammlung genehmigte das Aufstellen einstimmig. Hans Wiesmaier (CSU Fraunberg) stellte aber klar, dass es eine gemeinsame Beschaffung werden solle.

Schulleiter Michael Braun musste leise Kritik anmelden: „Die Klassen wechseln“, meinte er. Tatsächlich wird die Schule Opfer der Lage: Weil die sechsten Klassen nicht geteilt werden konnten wird ein Klassenraum weniger mit fest installierten Geräten ausgerüstet. Die Anlagen für die fünften und sechsten Klassen werden nämlich bezuschusst, für die höheren Klassen gibt es keine Förderung. klk

Überhaupt: Die Räume! Der kleine Saal an der Strogenhalle wird für die Nachmittage mit 162 Schülern gebraucht, und Braun erkannte sehr wohl: „Sehr zum Leidwesen der Vereine.“ Diese können aber, wie Braun weiter deutlich machte, an anderer Stelle aufatmen: Die Schulturnhalle wird bald wieder zur Verfügung stehen.

Das war etwas, was Bürgermeister Christian Pröbst später in der Sitzung ausdrücklich bestätigte. Der Vereinssport werde dann wohl weitgehend wieder normal starten können, so Pröbst, der den Vortrag des Schulleiters um die technische Seite des Schulbetriebs ergänzte: Die Fenster in der Mensa machen dem Schulträger Sorgen und verursachen Wartungsaufwand. Die Markierungen beim Verkehrsübungsgarten sind dem Bericht des Bürgermeisters zufolge erneuert worden. Baumpflegearbeiten werden fällig sowie weitere Arbeiten im Außenbereich.

Ein Lob ging an den Hausmeister Michael Brenninger, der all diese Dinge im Blick habe, wie etwa die kleine Teichanlage, bei der Pröbst zufolge ebenfalls Arbeiten anstehen. Das W-Lan sei in den Sommerferien fertig installiert und abgenommen worden. Pröbst: „Das läuft.“ Auch die dazugehörigen Lehrergeräte seien beschafft worden, berichtete der Bürgermeister, bekanntlich zugleich Schulverbandsvorsitzender. Auf die Frage von Josef Sedlmeier (CSU) ergänzte er, dass das Vandalismusproblem sich nicht mehr so massiv darstelle wie es schon einmal war. Wie berichtet, war ernsthaft über eine Überwachung diskutiert worden, was jetzt allerdings nicht gemacht werden solle. Wohl aber werde über Scheinwerfer mit Bewegungsmeldern nachgedacht.

KLAUS KUHN

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare