Familienstützpunkt im Alten Schulhaus

Familienstützpunkt im Alten Schulhaus

Wartenberg – Auf die neue EDV-Anlage fürs Rathaus können sich die Gemeinden Wartenberg, Langenpreising und Berglern einigen. Ob die Verwaltungsgemeinschaft (VG) indes einen so genannten Familienstützpunkt haben möchte – dazu gibt es noch Fragen und Zweifel.

Rund 65 000 Euro werden die drei Mitgliedsgemeinden ausgeben, um die bestehende EDV-Anlage im Rathaus teilweise zu erneuern. Rund 52 000 Euro sollen nach einem Angebot der Firma LivingData die neuen Geräte kosten, weitere 13 000 Euro fallen für Software und Installation an. „Damit“, so erläuterte Wartenbergs Bürgermeister Manfred Ranft in der Gemeinschaftsversammlung, „sind wir nicht nur wieder technisch auf der Höhe der Zeit. Wir haben damit auch eine deutlich erhöhte Speicherkapazität“. Das Volumen war nicht mehr ausreichend und die Gewährleistung für die Hardware abgelaufen. Zudem, so der VG-Vorsitzende Ranft, seien die Mittel im Haushalt so vorgesehen.

Wesentlich schwerer fiel der Versammlung die Entscheidung zu einer Anfrage des Landratsamts: Die Behörde schlägt für alle Gemeinden einen so genannten Familienstützpunkt vor. Dort sollen nach Vorstellung des Amtes Bürger einen Anlaufpunkt finden, um sich zu wichtigen Themen des Familienlebens kompetent beraten lassen zu können. Eine solche Stelle habe „eine Lotsenfunktion“, erklärte Ranft.

Er könne sich vorstellen, im Alten Schulhaus einen Sozialarbeiter einzusetzen, der sich je nach Arbeitsanfall um die Belange der Bürger kümmern könnte. „Es würde Sinn machen, das alte Gebäude zum Mehrgenerationenhaus umzubauen, inklusive eines Büros für die Beratungen“, so Ranft. Sein Stellvertreter Peter Schickinger indes äußerte Bedenken, ob die Zahl der Einwohner aus den drei Gemeinden eine solche Stelle rechtfertige. Er schlug deshalb vor, Kontakt mit dem Nachbarn Fraunberg aufzunehmen.

Weil die Gemeinderäte in Berglern und Langenpreising sich mit der neuen Thematik erst einmal auseinander setzen wollen, wird dem Landratsamt zwar grundsätzlich Bereitschaft signalisiert. Über Details indes soll erst später beraten werden.

Dafür beschloss das Gremium, Haushaltsreste aus 2015 für bisher nicht getätigte Ausgaben zu bilden. Es handelt sich dabei um rund 38 000 Euro für EDV, Software und eine Klimaanlage im Rathaus. Auch genehmigte die Versammlung die Zuführung von rund 216 000 Euro vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt. Der Grund: Die Personalausgaben in 2015 fielen geringer als geplant aus, und so erhöhen sich jetzt die Rücklagen des Gemeinschaftshaushalts auf immerhin 272 000 Euro.  fez

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