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Für Mordsstimmung sorgten D'Reichenkirchner mit Sänger Andreas Glockshuber im Wartenberger Festzelt.

50. Volksfest Wartenberg

 „Der Wahnsinn“: Wartenberger Festwirt zufrieden

Wartenberg - Die Wartenberger lassen sich von Petrus ihr 50. Volksfest offenbar nicht vermiesen. Anton Müller ist mit seiner Premiere als Festwirt mehr als zufrieden.

„Es war der Wahnsinn“, so die Bilanz des Festwirts zum Volksfeststart. Das Zelt sei ständig gut voll gewesen, es sei viel Bier gezapft worden. „Wir haben auch enorm viele Hendl verkauft“, sagte Anton Müller. Das Wetter habe wohl kaum eine Rolle gespielt. 20 Bedienungen habe er eingesetzt, rechnete er vor und meinte: „Die hatten richtig gut zu tun.“ Möglicherweise wird er bei einer Neuauflage seiner Rolle als Festwirt ein paar mehr Kräfte benötigen. Das war aber auch die einzige Kritik, die die Heimatzeitung zu hören bekam.

Geringfügig durchwachsener war die Bilanz von Gabi Rilke, die erst einmal froh war, dass es keinen Hagel gegeben hat, und dass die Strogen nicht über die Ufer getreten ist. „Wir Schausteller sind genügsam“, meinte sie augenzwinkernd, um dann genauer zu werden: „Der Volksfesteinzug war sehr gut, und der Samstag war großartig.“ Im Großen und Ganzen könne man zufrieden sein.

Das galt auch für die Abteilung „historische Fahrzeuge“ der Freiwilligen Feuerwehr, die ihr Oldtimertreffen nicht etwa wetterbedingt abgesagt hatte, wie sie es schon einmal getan hat. Dafür wurde sie belohnt: Gegen 12 Uhr waren immerhin 60 historische Fahrzeuge auf dem Platz, darunter auch einige Raritäten, die in Wartenberg noch nie gezeigt wurden. Georg Furtner ist nämlich in seinem Schuppen fündig geworden. „Ich hab’ den ganzen Tag geräumt, damit ich das Trum heute zeigen kann“, sagte er und zeigte auf seine Kartoffelsetzmaschine „Hassia“, die er grob auf das Baujahr 1964 datierte.

Zwei Personen saßen hinten drauf und hatten die Aufgabe, die Setzkartoffeln in ein umlaufendes Rad mit Mulden zu legen, damit in regelmäßigen Abständen die Kartoffeln in die im selben Arbeitsgang aufgeschnittene und hernach wieder geschlossene Furche kamen. „Ich hab’ diese Arbeit nicht gern gemacht“, bekannte er. „Für die Frauen war’s das Höchste, denn die haben dabei ratschen können“, setzte er augenzwinkernd hinzu. Er stieß auf reges Interesse, vor allem aber auch wegen eines kleinen Aufklebers auf der Maschine: Geliefert hat das gute Stück nämlich Ludwig Strasser aus Wartenberg. „Der hatte seinen Laden da, wo heute die Bücherstube ist“, erzählte Furtner. Damit ist klar: Seine Kartoffelsetzmaschine ist ein Stück Wartenberger Heimatgeschichte. Die Maschine ist, wie verschiedene Tests ergaben, noch heute voll funktionsfähig, was den Wert für solche Ausstellungen erhöht. Gezogen wird das gute Stück immer noch von dem alten Eicher, der zum Familienbesitz gehört.

Klaus Kuhn

Das Programm am Montag: Kinder- & Jugendtag, 14 Uhr Aufstellung des Kinderfestzuges am Marktplatz, anschließend Auszug zum Festplatz mit Wartenberger Volksfestkindl hoch zu Ross, Ponykutschen und vielen Kindern. Danach Festzeltbetrieb mit Pommes und alkoholfreien Getränken zum Sonderpreis bis 18 Uhr. 19 Uhr Wassertag des Wasserzweckverbands, musikalische Unterhaltung durch die „Strogentaler“. Bei Einbruch der Dunkelheit großes Jubiläums-Brilliantfeuerwerk.

Bilder: Wahnsinns-Stimmung beim Volksfest Wartenberg

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