Trachtenheim und Mehrzweckhalle

Geld sparen durch Toiletten-Partnerschaft

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Wartenberg - Mit gemeinsamen Toiletten Geld sparen will der Marktgemeinderat Wartenberg am TSV-Sportzentrum. Diesen Synergieeffekt erhofft er sich beim Bau zweier benachbarter Gebäude: dem Trachtenheim und der Mehrzweckhalle. Das Trachtler-Domizil soll aber schon heuer errichtet werden, während der Baubeginn bei der Halle noch ungewiss ist.

Bürgermeister Manfred Ranft (FWG) plädierte für einen Kompromiss, dem das Gremium auch zustimmte. Architekt Franz Pezold war mit der Untersuchung des Toilettenbedarfs beauftragt worden. Bei maximal 190 Besuchern braucht das Trachtenheim demnach neun WCs, die Halle bei bis zu 1000 Gästen 33. Diese Werte gebe die Veranstaltungsstätten-Verordnung vor. Bei einer gemeinsamen Nutzung könne die Summe gleich einmal von 42 auf 39 reduziert werden, erläuterte Pezold. Er ging aber noch weiter und sagte: „Es wird wohl sehr selten der Fall sein, dass gleichzeitig zwei große Veranstaltungen stattfinden.“ Wenn man eine gemeinsame Sanitäranlage baue, könne man darin gleich 33 Toiletten vorsehen - eben für bis zu 1000 Besucher.

Mit einem Grundriss hatte Pezold überprüft, ob das alles mit einer gemeinsamen Garderobe plus Foyer und Eingang in einen verbindenden Zwischentrakt passt. Das Fazit des Architekten: „Das würde fast den ganzen Bau in Anspruch nehmen.“ Dadurch wäre das Foyer seiner Ansicht nach fast zu klein.

Das war nur das erste seiner Argumente gegen diese Gemeinschaftsanlage. Bei ihrer Realisierung müsse zudem der Zwischenbau eventuell lange vor der Halle realisiert werden. Dann müssten die Klos eventuell jahrelang umsonst gewartet und geputzt werden. Zudem sah er Probleme beim späteren Anschluss der Halle an den Zwischentrakt. Walter Gebhart (FWG), ebenfalls Architekt, unterstützte diesen Gedanken. „Es wäre nicht besonders glücklich, wenn man einen Bau um Toiletten herum entwirft.“ Daher sprach sich Pezold dafür aus, insgesamt 33 Toiletten zu bauen, sie aber zu trennen: neun im Trachtenheim zu errichten und 25 in der Halle.

„Den Synergieeffekt gibt es nur, wenn die Trachtler ihre Toiletten bei Veranstaltungen in der Halle öffnen“, folgerte der Bürgermeister. Daher schlug er vor, den Volkstrachtenverein darum zu bitten, ihre sanitären Anlagen so zu planen, dass sie von der Halle zugänglich sind. Dafür stimmten alle Räte außer Michael Paulini (SPD). „Ich sehe da Konfliktpotenzial“, sagte er für den Fall, dass die Trachtler für Partys in der Halle ihr Vereinsheim öffnen müssen. Darauf entgegnete Ranft mit einer „Andeutung“. In der Strogenhalle gebe es nicht mal halb so viele Toiletten, und das habe immer gereicht. „Die 33 Toiletten brauchen wir sicher als Rechengröße“, sagte er. Alle, und damit auch die neun im Trachtenheim, würden in der Realität wohl nicht benötigt. ta

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