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Klärwerkerweiterung verzögert sich

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Die Erweiterung der Wartenberger Klärwerkanlage verzögert sich um einige Monate.

Wartenberg – Mehr als 2,8 Millionen Euro soll die Erweiterung der Wartenberger Kläranlage kosten. Eigentlich hätte der Startschuss für die Arbeiten in der letzten April-Woche fallen sollen, für Mitte Dezember war die Fertigstellung geplant. Das hatte Ingenieur Josef Waldinger dem Markgemeinderat in dessen Sitzung im Januar mitgeteilt (wir berichteten). Nun verzögert sich das Ganze aber. Bürgermeister Manfred Ranft schätzt, dass es wohl erst einen Monat später, also Ende Mai, losgehen kann.

Grund dafür ist, dass der Rat nun beschlossen hat, die Baumeisterarbeiten noch einmal neu ausschreiben zu lassen. Das einzige Angebot, das von der Firma Wadle aus Altheim gekommen war, lag mit knapp 1,45 Millionen Euro um fast eine halbe Million Euro über der Kostenschätzung der Verwaltung.

Das war dem Gremium deutlich zu viel, weshalb es einstimmig für die erneute Ausschreibung votierte. Beim nächsten Versuch sollen die Baumeisterarbeiten in Hoch- und Tiefbau aufgeteilt werden. Dadurch erhofft sich die Verwaltung einen größeren Bieterkreis.

Keinen Diskussionsbedarf gab es bei den weiteren Vergabevorschlägen des Ingenieurbüros Dippold & Gerold. Zur Zufriedenheit Ranfts lagen die Angebote allesamt zwischen 86 und 108 Prozent der Kostenschätzung. Folglich fiel das Votum jeweils einstimmig aus.

Für Pumpen, Gebläse und Rohrleitungsbau ist die Firma Kiffer aus Türkenfeld mit gut 355 000 Euro günstigster Bieter. Sie ist das auch in Sachen Schlammentwässerungsanlage (202 000 Euro).

Rechen und Sandfanganlage übernimmt die Firma Huber SE aus dem oberpfälzischen Berching (187 000 Euro). Die Henze-Harvestore GmbH aus Unna vergrößert für knapp 59 000 Euro das Belebungsbecken. Die Ausrüstung des Nachklärbeckens kostet knapp 62 000 Euro und wird von der Umwelttechnik Eisleben GmbH übernommen – unter dem Vorbehalt, dass der Marktrat die Arbeiten demnächst auch so vergibt, wie es das Büro vorgeschlagen hat.

Wie berichtet, steht in zehn Jahren die Entscheidung an, ob am Ortsrand von Wartenberg eine gemeinsame Kläranlage mit der Nachbargemeinde Fraunberg errichtet wird. Genau so lange besteht das Wasserrecht der Fraunberger Anlage, weshalb auch für den aktuellen Umbau in Wartenberg eine zehnjährige Frist beantragt worden ist. Die gemeinsame Anlage ab 2028 müsste Waldinger zufolge 20 Jahre reichen.

Die derzeitige Situation in Wartenberg reicht jedenfalls nicht, weswegen nun eben die Erweiterungsarbeiten anstehen. Die Kapazität der Anlage soll dabei um 50 Prozent erhöht werden. 

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