In zehn Bereiche wurde der Pausenhof der Marie-Pettenbeck-Schule aufgeteilt. So können die Kinder Abstand halten.
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In zehn Bereiche wurde der Pausenhof der Marie-Pettenbeck-Schule aufgeteilt. So können die Kinder Abstand halten.

Marie-Pettenbeck-Schule

Hygienekonzept: Der Pausenhof der Marie-Pettenbeck-Schule ist in zehn Bereiche geteilt

Wartenberg – „Es ist interessant!“ Diesen Satz äußerte Wartenberg Schulleiter Michael Braun in der jüngsten Sitzung der Schulverbandsversammlung gleich mehrfach. Das betraf unter anderem den „Rahmenhygieneplan“, der sich täglich ändern könne, und bei dem noch „nachgesteuert“ werden müsse. Der Pausenhof sei in zehn Bereiche aufgeteilt worden, erläuterte der Schulleiter. Die Entscheidung, dass der Unterricht normal starten solle, sei sehr kurzfristig gekommen, berichtete Braun. Und doch könne recht plötzlich alles wieder ganz anders werden. Darauf wolle man vorbereitet sein.

Eine zentrale Frage sei: „Wie stellen wir uns digital auf?“ Dass unterschiedliche Programme für Grundschüler und Mittelschüler genutzt werden sollen, liegt dem Chef der Marie-Pettenbeck-Schule im Magen. Das wurde in seinem Vortrag deutlich. Die Kolleginnen und Kollegen hätten sich in einer Fortbildung aber kritisch geäußert, ob das Videokonferenz-Programm Teams, das für die Mittelschulen zwischenzeitlich favorisiert wird, für Grundschüler wirklich taugt.

Eine echte Verbesserung sei dagegen das Elektronische Schülerinformationssystem (ESIS), das an der Schule eingeführt worden sei und von den allermeisten auch genutzt werde. „Das ist einfach zeitgemäß“, so der Schulleiter, der sich damit unzählige Kopien für Elternbriefe und dergleichen spart.

Das „Pädagogische Wochenende“, das noch stattfinde, werde hier einen deutlichen Schwerpunkt haben. Es werde wegen der allgemeinen Lage in der Schule stattfinden. „Deggendorf ist gestrichen“, erklärte Braun.

In diesem Zusammenhang war eine Meldung des Schulverbandsvorsitzenden Christian Pröbst ärgerlich. Denn nach den Worten des Wartenberger Bürgermeisters stockt die weitere Digitalisierung der Schule. Für Computer und Elektro habe es bei der Ausschreibung keine Angebote gegeben, sodass nun neu ausgeschrieben werde.

Pädagogisch konnte die Schule aufrüsten: Es gibt jetzt zwei Förderlehrer und damit einen mehr. „Das ist natürlich ein Pfund“, sagte Braun. Acht neue Lehrer seien an die Schule gekommen, das seien weniger als in den Vorjahren.

Externe Kräfte seien an das Josefsheim angebunden, was der Schule die Arbeit erleichtere. Unter der Leitung von Miriam Bauer seien es acht externe Kräfte. Wichtig sei, dass die Leitung eine Fachkraft sei, das werde von den Behörden gefordert, so Braun.

Es gebe sechs gebundene Ganztagsklassen, davon fünf in der Mittel- und eine in der Grundschule, und zwei offene Ganztagsklassen für die Jahrgangsstufen fünf bis neun an der Schule. Insgesamt seien es 214 Grundschüler in zehn Klassen und 305 Mittelschüler in 15 Klassen. Damit sei es ein Klassenraum in der Grundschule weniger, aber einer in der Mittelschule mehr, sodass weiterhin gelte: „Alle Räume belegt.“

52 Lehrkräfte und drei Sozialpädagoginnen sind an der Schule tätig. Ein neues Projekt soll auch in dieser aufregenden Zeit getestet werden: Tiergestützte Pädagogik mit zwei ausgebildeten Schulhunden.

Klaus Kuhn

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