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Zu nass war es beim Leonhardiritt 2016. Nicht zuletzt deswegen war das Zuschauerinteresse mäßig. 

Abnehmendes Interesse

Gibt es in Zukunft noch einen Leonhardiritt in Wartenberg?

Die Zukunft des Leonhardiritts in Wartenberg ist ungewiss. Bürgermeister Manfred Ranft stellte in der Hauptversammlung des Volkstrachtenvereins fest, dass die Organisation immer schwieriger werde.

Wartenberg – „Die Rösser sterben nicht aus, aber die Halter“, sagte er. Obendrein sei es ein Thema, ob diese Tradition dauerhaft begründet werden könne. Die nachwachsende Generation von Pferdehaltern habe an einer letztlich kirchlichen Veranstaltung nicht mehr so großes Interesse.

Auch die Finanzierung sei schwierig. „Es ist ein Riesen-Defizit jedes Mal, bei dem man sich überlegen muss, ob man das Geld nicht besser einsetzen kann“, erklärte Ranft. Der Gemeinderat stelle dennoch jedes Jahr das Geld zur Verfügung. Aber der Rückgang bei den Aktiven sei eben nicht zu übersehen: „In der Spitzenzeit haben wir 30 Gespanne gehabt, jetzt können wir froh sein, wenn 15 kommen.“

Ranft wollte das Thema nicht allzu groß ausbreiten, aber er wusste sehr wohl, dass die Freiwilligen, die bei dieser Veranstaltung mitwirken, zu einem erheblichen Teil vom Volkstrachtenverein kommen. „Von der Organisation will ich jetzt gar nicht reden, die kostet uns ja nichts.“ Leo Melerowitz sen. erinnerte daran, dass der Leonhardiritt seinerzeit aus Platzgründen nach Wartenberg verlegt worden sei. „Die Rosserer sind a seltenes Volk“, resümierte er. Der Leonhardiritt findet traditionell am ersten Sonntag im November statt.

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