Großes Fest anlässlich Holzbildhauersymposiums

Großes Finale der Holzbildhauer

Wartenberg - Großes Finale für ein großes Kunstprojekt: Am Samstag endete das Holzbildhauersymposium mit einem Fest zwischen Kunstwerken - mit vielen Gästen, allen Künstlern, und guter Musik der Lehrer-Jazz-Band der Kreismusikschule.

Bürgermeister Manfred Ranft, ein sichtlich stolzer Gastgeber, fand freundliche Kommentare für alle beteiligten Künstler, nannte beispielsweise die einzige weibliche Künstlerin das „Küken“, um dann gleich anerkennend nachzuschieben, dass sie den größten Baumstamm zu bearbeiten gehabt hat. Ihr Werk „Begleitung“ thematisiert die Liebe zu Kindern und wird, wie Bürgermeister Peter Deimel der Heimatzeitung erklärte, an der Ortsdurchfahrt mit Blick zur Schule aufgestellt.

Gleich drei Standorte muss Steinkirchen finden, weil Roger Löcherbach ebenso viele Figuren hat über den Kirchturm schauen lassen. Für Ranft ist er „der wildeste Säger“, weil er eben gleich drei Skulpturen geschaffen hat.

„Lokalmatador“ Dirk auf dem Hövel brauchte am Abschlusstag noch Unterstützung von seiner Frau: Sie schwang den Besen für die vielen Sägespäne. Der Künstler hatte noch bis zur letzten Minute an seiner Radfahrerin, die Halt macht, gearbeitet.

Noch keinen endgültigen Platz hat Volker Steigemanns „Bierblumentanz“ für Taufkirchen, eine Sache, die der Künstlerische Leiter Wolfgang Fritz zum Thema machte. „Die Künstler haben es verdient“, sagte er. Er hoffe, das alle Werke einen würdigen Platz finden.

Den haben die Inninger Gemeinderäte mit viel Liebe ausgesucht: Die „Hornschlote“ von Tobias Mattern werden am Feuerwehr-Gerätehaus aufgestellt. Der Platz wird mit dem Gemeindewappen gestaltet.

Symposium der Holzbildhauer in Wartenberg

Symposium der Holzbildhauer in Wartenberg

Holzbildhauersymposium
Holzbildhauersymposium
Holzbildhauersymposium
Holzbildhauersymposium
Symposium der Holzbildhauer in Wartenberg

Josef Briechle griff die barocken Strukturen der Kirche Schröding auf. In Sichtweite des Gotteshauses wird auch seine Skulptur „Barock-Transparent“ aufgestellt. Ranft über den Künstler: „Der war noch nicht müde genug.“ In der Tat: Briechle hat aus den abgeschnittenen Teilen seines Stammes noch vier kleinere Werke geschaffen, die jetzt zugunsten der Jugendmusik versteigert werden konnten.

Die Kirche war auch das Motiv für Eike Rothe, der mit „Mittendrin“ die Kirche von Hohenpolding zum Thema machte. Der künstlerische Leiter selbst war mit „Wege der Entwicklung“ für Fraunberg tätig, eine abstrakte Arbeit, die nach oben in einem stilisierten Flügel endet.

Dass Kunst auch politisch werden kann machte Egidius Knops deutlich: Seine „warnende Hand“ für Berglern weist auf ein darüber hinweg donnerndes Flugzeug - überdeutliche Anspielung auf die drohende dritte Startbahn.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne: Rund sieben Kubikmeter Holz sind angefallen, fast alles Eiche. „Damit kann man eine Weile den Kachelofen einschüren“, so Bürgermeister Manfred Ranft. Auch dieser Container voll Brennstoff kam an diesem Abend noch unter den Hammer.

Von Klaus Kuhn

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