Die Verkehrssituation in Wartenberg und im Landkreis stand im Zentrum der Grünen-Veranstaltung. Bei dieser kam auch Bürgermeisterkandidat Dominik Rutz (r.) zu Wort.

Grüne Wartenberg zum Thema Verkehrswende

„Der Landkreis kommt seiner Aufgabe unzureichend nach“

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„Mobilität für Menschen: Verkehrswende in Wartenberg.“ Unter diesem Motto stand eine Veranstaltung im Gasthaus Reiter auf Einladung des Grünen-Ortsverbands. 25 Bürger waren laut einer Pressemitteilung der Partei dabei. Es hagelte massive Kritik, vor allem am Landkreis.

Wartenberg – Bürgermeisterkandidat Dominik Rutz sagte eingangs: „Wir müssen uns unbedingt dafür einsetzen, dass die Busverbindungen von und nach Wartenberg verbessert werden. Ich denke da vor allem an die Taktung der Linie 501 von Erding über Wartenberg nach Moosburg. Auch die fehlende Busanbindung Wartenbergs zum Flughafen München, an dem viele Wartenberger arbeiten, ist unverständlich und muss dringend verbessert werden.“

Auch Gemeinderatskandidatin Melanie Falzetta zeigte Handlungsbedarf auf: „Wartenberg ist eine Pendlergemeinde, aber mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt man da leider nicht sehr weit. Das Angebot ist sehr eingeschränkt, und der Landkreis kommt seiner Aufgabe nur sehr unzureichend nach.“

Einen Vortrag hielt Markus Büchler, MdL. Er ging auf die Verkehrspolitik der vergangenen Jahre ein, in denen viel zu einseitig in den Ausbau des individuellen Straßenverkehrs und viel zu wenig in die Bahn beziehungsweise den öffentlichen Nahverkehr investiert worden sei. Dabei sei die Bahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. In Deutschland seien die Pro-Kopf-Ausgaben in den vergangenen fünf Jahren zwar deutlich von 44 auf 77 Euro gestiegen. Das sei aber im Vergleich zu den Nachbarländern immer noch sehr wenig. Die Schweiz gebe 365 und Österreich 218 Euro aus.

Alfred Schreiber, Vorsitzender des VCD Erding und Grünen-Kreistagskandidat, ging auf die konkrete Situation im Landkreis ein. „Er zeigte an vielen Beispielen auf, wie sehr der Landkreis und allen voran Landrat Martin Bayerstorfer seine Aufgaben beim öffentlichen Nahverkehr in den vergangenen Jahren vernachlässigt hat“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bei der S 2 sei es vor allem der fehlende zweigleisige Ausbau zwischen Erding und Markt Schwaben, der für die vielen Ausfälle und Verspätungen verantwortlich sei. Der Erdinger Bahnhof wird nach Schreibers Ansicht an der falschen Stelle gebaut. Er könne nach dem derzeitigen Planungsstand so niemals an das überregionale Schienennetz angebunden werden, meint Schreiber. Eine stündliche Buslinie von Dorfen, Taufkirchen über Wartenberg und dann zum Moosburger Bahnhof beziehungsweise zum Flughafen würde die Gemeinden deutlich besser an den MVV anbinden und auch die Städte besser miteinander verbinden.  

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