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Treue CSU-Mitglieder (v. l.): Irmgard Adelsberger, Markus Straßberger, Marianne Veit, Christian Pröbst, Renate Rost, Thomas Bauer und Simon Grandinger.

CSU Wartenberg

„Hinterher motzen – das geht nicht“

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Wartenberg – Die CSU Wartenberg will mehr auf sich aufmerksam machen, auf die Bürger zugehen und junge Mitglieder werben. Das kündigte 3. Bürgermeister Christian Pröbst in der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Café Härtl an. „Wir sind im Gemeinderat eh die Jüngeren, aber ganz Junge hamma ned dabei“, meinte der 40-Jährige über den 62 Mitglieder starken Ortsverband.

Außerdem wolle die CSU mehr Veranstaltungen machen, „damit Wartenberg wieder einen Namen hat im Landkreis“. Mit dem ehemaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat der Ortsverband für Dienstag, 19. April, einen prominenten Referenten gewonnen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion spricht ab 20 Uhr im Gasthaus Bachmaier in Pesenlern über „Europa – Wege aus der Krise“.

Ortsvorsitzender Markus Straßberger bedankte sich für den Einsatz seiner Mitstreiter: „Es macht Spaß, mit euch Politik zu machen.“ Die Fraktionssitzungen seien mit etwa zehn Gästen immer gut besucht. Die CSUler würden anpacken. „Was mich aber ärgert: Manche Leute machen es sich einfach, beteiligen sich nicht am Entscheidungsprozess und motzen hinterher. Das geht nicht.“ Daher appellierte er an die Mitglieder, stärker den Dialog mit Bürgern zu suchen. Eine Möglichkeit sei, Themen-Frühschoppen zu veranstalten.

Zunächst geht eine Gruppe um die fünf CSU-Markträte am Wochenende im Kloster Banz in Klausur. Aus dem letztjährigen Arbeitstreffen in Wildbad Kreuth hatten die Teilnehmer politische Vorschläge mitgebracht. Dass die Gemeinde-Homepage, anders als damals gefordert, immer noch nicht aktueller sei, bezeichnete Pröbst als ärgerlich. Die CSU-Idee einer Sanierungssatzung für den Bereich oberhalb des Marktplatzes sei dagegen schon in Arbeit. „Wir brauchen auch einen Ensemble-Schutz für unseren schönen Marktplatz“, forderte Pröbst.

Die CSU-Fraktion habe den Beschluss zur Sanierung des Alten Schulhauses mitgetragen. Seiner Meinung nach sei das mit dem Ausgang des Bürgerentscheids dazu vereinbar. „Das kostet die Gemeinde zwar zunächst etwas. Das Geld kommt durch Mieteinnahmen wieder rein.“

Von der Erweiterung des Wohngebiets Wartenberg West berichtete Pröbst, dass derzeit dort Archäologen aktiv sind. Es seien 200 Fundstellen markiert und bisher etwa 30 Löcher gegraben worden. Die Altertumsforscher hätten bis dato zwei vermutlich keltische Scherben gefunden. Sehr positiv sei, dass der Volkstrachtenverein nun sein eigenes Heim bauen könne. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Gemeinde den Reiter-Saal pachtet“, sagte Pröbst.

„Respekt vor der Arbeit, die ihr macht“, sagte Thomas Bauer. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Kreisgeschäftsführer leitete die Delegiertenwahl. Dass die Wartenberger schon zum zweiten Mal in Klausur gehen, zeige, „wie wichtig euch die politische Arbeit ist“.

Jahrzehnte politischer Arbeit hat bereits Simon Grandinger hinter sich. Straßberger ehrte den früheren Markt- und Kreisrat für 60 Jahre Mitgliedschaft. Die Parteifreunde applaudierten. Ausgezeichnet wurden außerdem Hilda Kellnberger und Marianne Veit (45 Jahre), Anton Grandinger und Renate Rost (30 sowie Irmgard Adelsberger (15).

Timo Aichele

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