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Hort zieht ins Josefsheim

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Wartenberg – Der Markt Wartenberg mietet Räume an, um zwei Gruppen im Josefsheim zu betreuen.

Zwei Hortgruppen des kommunalen Hauses für Kinder werden ab September im Josefsheim untergebracht. Die Marktgemeinde Wartenberg mietet die Räume an, Personal der Gemeinde übernimmt die Betreuung. Das berichtete Bürgermeister Manfred Ranft in der Marktratssitzung am Dienstag. In mehreren Gesprächen hätten Gemeinde, Schulamt und das Seraphische Liebeswerk (SLW) als Träger des Josefheims Einigkeit erzielt. Bei einem Elternabend hatte es aber Proteste gegeben – nicht wegen des Umzugs selbst, sondern wegen des nach Ansicht einiger Eltern unzumutbaren Fußwegs von 800 Metern zwischen Schule und Josefsheim.

Diese Einwände habe er nicht verstehen können, erklärte Ranft in der Sitzung – und erhielt breite Zustimmung aus dem Gremium. „Wenn ein Kind so zart ist, dass es den Schulranzen nicht tragen kann, dann ist es ja eigentlich auch nicht beschulbar“, sagte er. „Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau“, meinte auch Isabell Haindl. Die CSU-Rätin und Leiterin des Pfarrkinderhauses wies darauf hin, dass im Josefsheim „das Raumangebot dreimal so groß ist“. Die Hortgruppe mit den Erstklässlern verbleibe im Haus für Kinder, erläuterte Ranft. Betroffen vom Umzug sind nun Zweit- bis Viertklässler. Diese Gruppen sind noch in der Marie-Pettenbeck-Schule. Dort herrscht Raumnot.

Von 45 Erziehungsberechtigten hatten 32 nach dem Elternabend an einer Fragebogenaktion teilgenommen. 18 erklärten laut Ranft den Fußmarsch für unzumutbar und forderten einen Shuttlebus, zwei wollten den Transport der Schulranzen, zwölf waren mit dem Weg einverstanden. Nach den Plänen sollen Horterzieherinnen die Kinder dabei begleiten. Der Marktrat votierte einstimmig gegen einen Shuttlebus.

Im Gespräch mit unserer Zeitung kommentiert der Pädagogische Leiter des Josefsheims, Robert Aichinger die Entwicklung. „Die Schule wird hier auslaufen“, sagte er. Es sei aber nicht so, dass sich das Liebeswerk aus Wartenberg zurückziehen werde: „Es wird hier auf jeden Fall mit dem SLW mit dem Schwerpunkt Jugendhilfe weitergehen.“ In der Heimvolksschule gibt es ab September noch die Mittelschulklassen sieben bis neun, stationäre Jugendhilfewohngruppen und sozialpädagogische Hortgruppen.

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