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Gerührt von den Glückwünschen zeigte sich Diakon Sebastian Lenz im Vorabendgottesdienst in Wartenberg.

Diakon Sebstian Lenz 70

„Ich bleibe in Wartenberg“

Wartenberg – Mit einem Empfang wurde Diakon Sebastian Lenz anlässlich seines 70. Geburtstags gewürdigt. Auch nach dem Erreichen dieser Altersgrenze will er weiter als Seelsorger arbeiten.

Großer Bahnhof für einen verdienten Seelsorger: Diakon Sebastian Lenz ist 70 Jahre alt geworden. In Wartenberg gab es aus diesem Anlass nicht nur eine herzliche Gratulation von Pfarrer Gregor Bartkowski am Ende des Vorabendgottesdienstes am Samstag, sondern auch einen Empfang im Pfarrsaal. Im Gottesdienst hatte das Geburtstagskind noch gut zu tun. Er hatte die Predigt gehalten. „Der Plan ist, dass ich in Wartenberg bleibe, vielleicht etwas weniger arbeite, aber so lange es mir meine Gesundheit gestattet, weitermache“, berichtet der 70-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung.

Über den Empfang und die vielen Gäste habe er sich sehr gefreut, erzählt Lenz. „Es war aus dem ganzen Pfarrverband von allen Gremien jemand da, ungefähr 50 Menschen.“

Dabei ist der Diakon, verglichen mit den 23 Jahren, die er in Aufkirchen gewirkt hat, erst nur kurz im Pfarrverband Wartenberg: „Drei Jahre bin ich jetzt hier“, rechnete er vor und machte an diesen Erfahrungen auch fest, warum er so gern weiter als Seelsorger hier tätig bleiben möchte: „Ich habe viele Menschen kennengelernt, vor allem in den Gremien, die ja so wichtig sind in der Kirche“, sagt er der Heimatzeitung.

Normalerweise scheiden Diakone mit dem 70. Lebensjahr aus dem aktiven Dienst aus. Dass er dennoch weitermacht und das Seelsorgeteam verstärkt ist darum keine Selbstverständlichkeit. „Ich bin gefragt worden, ob ich weiter arbeiten kann“, berichtet er. Darauf habe er sich mit seiner Frau Veronika beraten. „Diese Meinung war mir wichtig“, sagt der in Schwaig lebende Glaubensmann.

Die Entscheidung werde vom zuständigen Personalreferat vorbereitet. „Das muss aber letztlich vom Bischof genehmigt werden“, stellt er klar. Diese Genehmigung liege vor, sodass der im Pfarrverband ungemein beliebte Seelsorger weiter seinen Dienst in und um Wartenberg verrichten kann, wenn auch vielleicht mit weniger Stunden. „Schauen wir mal, wie sich das entwickelt“, meint er.

In Wartenberg kann Lenz nun so arbeiten, wie es ihm am liebsten ist, ohne die Bürokratie einer Pfarrverbandsleitung wie in den Jahrzehnten zuvor in Aufkirchen. „Ich darf jetzt einfach Seelsorger sein“, hatte er der Heimatzeitung zum Dienstantritt zu seiner neuen Stelle gesagt.

von Klaus Kuhn

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