+
Hand in Hand arbeiten Martin Hagner (r.) und Robert Aichinger zusammen.

Josefsheim Wartenberg 

„Ich freue mich über jeden neuen Kontakt“

  • schließen

Wartenberg – Martin Hagner ist der neue Gesamtleiter im Josefsheim Wartenberg. Ihm sind die Kontakte mit den Kindern der Einrichtung und allen Wartenbergern wichtig: ein Mann fürs Miteinander

Die vergangegenen Jahre waren turbulent für das Josefsheim Wartenberg. Eine neue Gruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, das Auslaufen des eigenständigen Schulbetriebs zum September 2017, eine Dienstaufsichtsbeschwerde, die im Sand verlief, die Öffnung der Einrichtung für Mädchen – all das hat die Mitarbeiter des früheren Knabeninternats mehr als auf Trab gehalten. Nun will das Josefsheim mit einer wichtigen Personalie in ruhiges Fahrwasser. Seit September ist Martin Hagner neuer Gesamtleiter der Einrichtung.

Damit ist auch eine jahrelange Vakanz beendet. Nach dem Weggang des langjährigen Chefs Anton Huber hatte Robert Aichinger, Mitglied der Geschäftsführung des Trägers Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW), dessen Aufgaben kommissarisch übernommen. Nun lenkt Hagner gemeinsam mit Schulleiter Christoph Marschoun die Geschicke der Jugendhilfeeinrichtung am Nikolaiberg. Rund 45 Kinder und Jugendliche besuchen das Josefsheim und werden in den beiden sozialpädagogischen Hortgruppen oder in den stationären Jugendhilfe-Wohngruppen betreut.

Hagner verantwortet seit drei Monaten alle pädagogischen und organisatorischen Prozesse der Einrichtung. Dazu zählen etwa die Personalführung der rund 40 Mitarbeiter aus Pädagogik, Verwaltung, Haustechnik und Hauswirtschaft, die kaufmännische Betriebsführung sowie die enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.

Einschlägige Berufserfahrung bringt der neue Gesamtleiter bereits aus seinen früheren Tätigkeiten als Gruppenleiter und stellvertretender Einrichtungsleiter in Jugendhilfe- und Behinderteneinrichtungen mit. Der gebürtige Regensburger, der im niederbayerischen Rohr sein Abitur gemacht hat, studierte zunächst an der Universität Regensburg Katholische Theologie. Bereits während seiner Studienzeit, so heißt es in einer SLW-Pressemitteilung, spürte Hagner den Wunsch, im Sozialbereich tätig zu werden. Daher wechselte er die Fakultät und schloss die Studiengänge der Erziehungswissenschaft und der Betriebswirtschaftslehre erfolgreich ab.

Seit wenigen Tagen lebt sich der Oberpfälzer nach seinem Umzug in Wartenberg ein. Die enge Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde sowie die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Betreuungsangebote gemeinsam mit dem Jugendamt Erding stehen bei Hagner und der Stiftung Seraphisches Liebeswerk ganz oben auf der Agenda. Insbesondere die Schaffung von zukunftsfähigen Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler der Heimvolksschule, deren Betrieb zum Ende des aktuellen Schuljahrs enden wird, fordert das gesamte Leitungsteam im Haus.

„Der Terminkalender füllt sich zusehends“, konstatiert Martin Hagner nach seinen ersten „100 Tagen“. Trotz der vielen Termine und Büroarbeiten ist es ihm ein besonderes Anliegen, einen guten Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen im Josefsheim aufzubauen. So nimmt der Hausleiter regelmäßig am Mittagessen in den Gruppen oder an Spielerunden teil und hat auch schon bei zwei jungen Asylsuchenden Nachhilfe in einem afghanischen Kartenspiel erhalten.

„Ich bin nicht der Typ für Risikosportarten oder Kochexperimente, dafür freue ich mich über jeden neuen Kontakt zu den Menschen hier im Ort“, verrät der Neu-Wartenberger. So ist Hagner auch gerne bereit, für Vereine, Seniorenkreise oder Schulen die Weihnachtslegende „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma vorzutragen. Die Wartenberger Premiere dieser Lesung findet Mitte Dezember im Rahmen der Weihnachtsfeier im Josefsheim statt.

Timo Aichele

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Weitere Erdgasleitungen: Arbeiten starten im September
Die Erdgasbauarbeiten von Energienetze Bayern gehen in Buch am Buchrain im Spätsommer weiter. Die Straßen Schmiedberg und Pfarranger werden die nächsten Bereiche, die …
Weitere Erdgasleitungen: Arbeiten starten im September
Brauchtum mit Taktgefühl
Ein alter Traditionstanz wird in Eicherloh aufrecht erhalten: das Schuhplattln. Aber wie schwer ist das eigentlich zu lernen? Unser Reporter Markus Ostermaier (23) hat’s …
Brauchtum mit Taktgefühl
Kinder basteln Eulen aus Heu
Eitting – Putzige Kameraden bevölkern jetzt Eittinger Gärten oder Hauseingänge. Dort platzieren die Kinder des Ferienprogramms ihre Eulen aus Heu, die sie bei Rosmarie …
Kinder basteln Eulen aus Heu
Besondere Bienenweiden
Langenpreising - In Langenpreising gibt es ganz besondere Blühflächen auf Gemeindegrund. Die Idee für diese Bienenweiden hatte Max Danner.
Besondere Bienenweiden

Kommentare