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Im Herzen Wartenbergs: Seniorenzentrum feiert 20-Jähriges

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Von: Klaus Kuhn

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Großes geleistet: Leiterin Gabriele Mundigl würdigte in ihrer Rede den Einsatz ihres Teams in der Pandemie.
Großes geleistet: Leiterin Gabriele Mundigl würdigte in ihrer Rede den Einsatz ihres Teams in der Pandemie. © Klaus Kuhn

20 Jahre Seniorenzentrum Wartenberg: Mitten im Ort ist das Haus gut integriert. Bei der Feier wurde großes Lob für die Mitarbeiter gespendet, die in der Pandemie viel geleistet haben.

Wartenberg – Seit 20 Jahren besteht in Wartenberg das Seniorenzentrum Pichlmayr, und das ist am Samstag groß gefeiert worden. Ein ökumenischer Gottesdienst, gehalten von Pfarrerin Elisabeth Schulz von der evangelischen Kirche und Pfarrer Jozo Karlic von der katholischen Gemeinde, stand am Anfang. Bezogen auf den Umgang mit der älteren Generation erklärte Schulz: „Daran kann man eine Gesellschaft messen. Darum ist es gut, dass es Einrichtungen wie dieses Seniorenzentrum gibt.“

Die Pfarrerin stellte in ihrer kurzen Predigt auf das vierte Gebot ab: „Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Land, dass der Herr dir geben wird.“ Das sei die Rentenversicherung der Zeit gewesen, sagte sie über den historischen Hintergrund dieser Worte.

Die älteren Menschen hätten eben nicht mehr so mitarbeiten können, um die Sippe zu versorgen und drohten darum, hinten runter zu fallen. „Dieses Gebot sollte dem Einhalt gebieten.“ Das gelte ähnlich für Kinder. „Die biblischen Texte sagen, dass jedes Leben geachtet wird“, sagte Schulz über die Segnung der Kinder durch Jesus.

Einrichtungsleiterin Gabriele Mundigl hob die geradezu übermenschlichen Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen zwei schweren Jahren hervor: „Da wurden Zwölf-Stunden-Schichten absolviert, da wurde Urlaub verschoben.“ Freundlicher Applaus unterstrich diese Lobrede aufs Personal. Inge Rott wurde stellvertretend als eine der treibenden Kräfte im Haus herausgestellt.

Dritter Bürgermeister Bernd Scheumaier erinnerte sich noch sehr genau daran, wie vor 25 Jahren das Konzept in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden ist. Die Umsetzung sei gelungen. Es sei einfach richtig gewesen, ein kleines Haus mitten ins Zentrum zu bauen, bestätige Geschäftsführer Florian Pichlmayr.

Auch er wandte sich direkt an die Belegschaft und dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Manche Branchen hätten in der Pandemie ins Homeoffice gehen können. „Mitarbeiter in der Pflege haben diese Möglichkeit nicht.“ Mit seinen 44 vollstationären Plätze sei das Haus bei der Eröffnung 2002 das zehnte Haus der Gruppe gewesen, inzwischen seien es 21 mit insgesamt rund 2000 Bewohnern und 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, berichtete Pichlmayer. Über das Eröffnungsjahr 2002 sagte er: „Damals wurde ich zum Geschäftsführer bestellt.“

Mehr Reden gab es nicht, die Holzland-Blaskapelle hatte sich schon in Position begeben, das Essen wurde während der Ansprachen servierfertig gemacht, und der Maibaum wartete auch, dass er von Wartenberger Trachtlern mit Schwaiben aufgestellt wird. Daran sehe man, dass das Haus sehr gut in den Markt Wartenberg integriert sei, hob Mundigl hervor. Das habe sie andernorts nicht in der Weise erleben können.

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