Jahreshauptversammlung

Generationswechsel bei der Jugendgemeinschaft

Wartenberg – Die Jugendgemeinschaft Wartenberg geht aktiv auf die Jugendlichen in der Marktgemeinde zu, um die Reihen wieder zu füllen. Altersbedingt haben nämlich so viele die Mitgliedschaft aufgeben müssen, dass Vorsitzender Jakob Will in der Hauptversammlung am Sonntag im Bürgerhaus von einem Generationswechsel sprach.

Dabei hat der Verein ein Programm durchgezogen, von dem 3. Bürgermeister Christian Pröbst in seinem Grußwort sehr angetan war. Obendrein wurden die Öffnungszeiten der Räume im Bürgerhaus leicht geändert: Auch freitags ist hier von 20 bis 24 Uhr Betrieb, und Will rechnete vor, dass beim Regelbetrieb durchschnittlich zehn bis 15 junge Wartenberger das Angebot auch nutzen.

Bei den vierteljährlichen Veranstaltungen steige die Zahl der Gäste auf 50 und mehr. Bei diesem Rhythmus solle es auch bleiben, berichtete der Vorsitzende. Er vergaß in diesem Zusammenhang nicht, sich ausdrücklich bei den Nachbarn zu bedanken, die sehr tolerant seien. Immerhin habe man beim Sommerfest eine Live-Band da gehabt.

Dass es, was den Alkoholkonsum und dessen Folgen angeht, bei den Veranstaltungen der Jugendgemeinschaft immer sehr gemäßigt zugeht, das haben die Verantwortlichen jetzt gewissermaßen amtlich: Keine Ausfallerscheinungen, keine Schlägereien, keine Beschwerden.

Alle Veranstaltungen hätten sich selbst getragen, sagte Will. Aktuell gebe es allerdings noch massiven Klärungsbedarf mit dem Finanzamt, was die Planungen etwas gedämpft hat. „Wenn man nicht weiß, was da noch kommt, plant man keinen Vereinsausflug“, sagte der Vorsitzende. Hier bot Pröbst die Hilfe des Marktes Wartenberg an.

Eine Großveranstaltung ist für das Jahr 2018 angedacht. Will wünscht sich hier die Mithilfe von mindestens 20 Vereinsmitgliedern, damit ein solches Event auch durchgezogen werden kann. Im März ist hierzu eine Sitzung geplant. Das Jahresprogramm für 2017 orientiert sich an dem, was schon im Vorjahr erfolgreich war: Starkbierfest und „Beerpong“-Turnier, eine Weihnachtsfeier und vielleicht neu ein Dart-Turnier. Hier will wohl Pröbst mit antreten, jedenfalls begann er gleich nach dem offiziellen Teil der Versammlung mit dem Training.

Überdies geht der Verein Renovierungsmaßnahmen in den Räumen selbst an. Für einen neuen Boden wurde bereits ein Antrag geschrieben, der im Rathaus vorliegt. Pröbst sagte hier Unterstützung zu. Auch könnten einige Wände etwas Farbe vertragen, wobei die Verantwortlichen bei einer Wand an ein Graffiti-Kunstwerk denken.

Fest steht, dass der Verein mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein Programm machen will. Hierzu sagte die Vertreterin des Kreisjugendrings, Anja Baumann, Hilfe zu. Weiter denken die Vorstandsmitglieder an ein Buchprojekt mit der Marie-Pettenbeck-Schule. Hierzu stehe ein Gespräch mit der Schulleitung noch aus, berichtete Will.

klk

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