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Treue Mitglieder ehrte Christiane Hellinger (M.). Angelika Schaberl (l.) und Gabriele Vater erhielten Urkunden.

Jahreshauptversammlung 

Nachbarschaftshilfe Wartenberg stellt klar: Wir helfen ohne Kontovollmacht

Bei der Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg waren Nachwehen eines ärgerlichen Vorgangs der vergangen Jahre zu spühren.

Wartenberg – Die Nachbarschaftshilfe der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg hat einen richtig ärgerlichen Vorgang in den vergangenen Jahren noch nicht so richtig verdaut. Die Nachwehen der Auseinandersetzung waren in der Hauptversammlung im Berg-Café in Wartenberg noch spürbar: Ein Mitglied hat unter der Fahne der Nachbarschaftshilfe auf eigene Rechnung gearbeitet und überdies Methoden eingesetzt, mit denen der Verein nichts zu tun hat.

Der Vorstand schaltete einen Rechtsanwalt ein. Das Mitglied trat aus und kam so einem Ausschluss zuvor. „Wir nehmen von niemandem eine Kontovollmacht an“, sagte Einsatzleiterin Heike Schwaiger über das Abrechnungssystem. Diese Klarstellung musste offenbar sein, weil dieses Ex-Mitglied genau das getan hatte. „Aus gegebenem Anlass“, so Schwaiger, müsse das mal gesagt werden.

Wer Hilfe braucht, dürfe die Einsatzleiterin unter Tel. (01 72) 13 13 13 5 anrufen. Schwaiger stellt dann den Kontakt zu dem Menschen her, der die erbetene Leistung auch erbringen kann.

Vorsitzende Christiane Hellinger lieferte einen umfassenden Bericht ab – auch über die Beteiligung am Ferienprogramm, bei dem die Nachbarschaftshilfe eine Brauereiführung organisiert hatte. „Es gibt auch spezielle Kinderführungen“, sagte sie auf erstaunte Nachfragen hin.

87 Mitglieder hat die Nachbarschaftshilfe derzeit, sieben mehr als im Vorjahr, und die verteilen sich sehr gleichmäßig auf die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft sowie zwei aus Fraunberg. Im Einsatz für hilfsbedürftige Mitmenschen wurden 225 Kilometer zurückgelegt. 542 Einsatzstunden stehen nach dem Bericht der Einsatzleitung zu Buche, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um fast die Hälfte. Schwaiger erklärte dies gegenüber der Heimatzeitung damit, dass es einen sehr zeitaufwendigen Einsatz weniger gegeben habe, und das schlage tatsächlich derart durch.

Alles das ist nicht leistbar ohne Freiwillige. Christine Huber, Angelika Schaberl und Gabriele Vater sind seit zehn Jahren Mitglied bei der Nachbarschaftshilfe. Sie wurden mit einer Urkunde geehrt, bevor die Versammlungsteilnehmer etwas für ihre Fortbildung taten: Stephanie Weltrich-Streit referierte darüber, was in eine Hausapotheke gehört. Die Apothekerin hatte einige Beispiele mitgebracht.

Und schon jetzt ging die Einladung raus für einen mehrstündigen Kurs „Erste Hilfe Kindernotfälle“ am 14. April ab 10 Uhr im Gasthaus Lintsche in Zustorf: Verschlucken eines Fremdkörpers, Vergiftungen, stabile Seitenlage, Verbrennungen oder Verbrühungen, Pseudokrupp und Asthma sind nur einige Themen neben offenen Verletzungen, die Kindern zustoßen können. Ab 14 Teilnehmern wird der Kurs durchgeführt, die Höchstzahl liegt bei 30. Geleitet wird der Kurs von Franziska Hackl. K laus Kuhn

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