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Josefsheim Wartenberg

Zu wenig Schüler für fünfte und sechste Klasse

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Wartenberg - An der Heimvolksschule haben sich zu wenige Fünft- und Sechstklässler angemeldet. Die beiden Jahrgangsstufen werden ab dem kommenden Schuljahr  nicht mehr angeboten.

Die private Heimvolksschule am Josefsheim Wartenberg startet deutlich verkleinert ins kommende Schuljahr. Erstmals kann die Schule die Klassen fünf und sechs nicht mehr bilden. Das teilt der Träger, die Stiftung SLW Altötting, in einer Presseerklärung mit.

Die Stiftung führt als Grund für die Entwicklung den bayernweiten Trend in der Schullandschaft an. Immer weniger Kinder wechseln aus der vierten Klasse an eine Mittelschule. Kleine Schulen haben bei der Klassenbildung zu kämpfen. Der Freistaat verfolgt den Ausbau großer Mittelschulverbände.

Gerade private Regelschulen treffe diese Bildungspolitik hart. Trotz intensiver Werbung und der Öffnung der Schule für Mädchen zeichne sich ab, dass die Mindestanzahl von 15 Schülern für die Klassenbildung nicht erreicht wird. Die Regierung von Oberbayern und das Schulamt Erding prognostizieren der Schule mit Ganztagesintensivklasse laut SLW rückläufigen Bedarf, der zur schrittweisen Schließung führen könne. Der Schulbetrieb mit den Klassen sieben bis neun sei ab September 2016 gesichert. Für die Zeit darüber hinaus würden die Abstimmungen mit den zuständigen Behörden laufen.

Gleichzeitig ist die Stiftung SLW Altötting bestrebt, den Jugendhilfestandort in Wartenberg weiterzuentwickeln. Derzeit betreibt die Stiftung zwei Hortgruppen mit sozialpädagogischer Förderung, eine Offene Ganztagsschule sowie zwei sozial- bzw. heilpädagogische Wohngruppen, eine davon für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Gemeinsam mit dem Markt Wartenberg und dem Jugendamt Erding würden diese Hilfen zur Erziehung weiter gestärkt und stehen nun auch Mädchen offen.

Seit 1922 steht das SLW in der Verantwortung für das Josefsheim in Wartenberg mit seinem abgestuftem Jugendhilfeangebot und angeschlossener Schule. „Die Verantwortlichen in der Stiftung sowie im Josefsheim schmerzt die aktuelle Entwicklung sehr“, heißt es in der Pressemitteilung. Gemeinsam mit der Gemeinde, den umliegenden Schulen sowie den Vertretern zuständiger Fachstellen arbeiten die Leitungsgremien der Stiftung und der Einrichtung derzeit an tragfähigen Perspektiven für Schüler und Lehrer

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