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Mann-über-Bord-Manöver: Über die Bugklappe holt der DLRG- und Feuerwehrnachwuchs eine Puppe an Bord. Am Steuer sitzt Thomas Reiter (l.).

DLRG-Aktion am Thenner See

Genug junge Wasserretter für eine Übung

Es geht steil aufwärts mit der Jugendarbeit der Wartenberger DLRG. Erstmals konnte der Nachwuchs der Lebensretter eine Wasserrettungsübung durchführen. Der Vorsitzende hat aber noch eine Bitte an die Bevölkerung.

Wartenberg – Die Jugendabteilung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Wartenberg hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und ist erstmals in der Lage gewesen, eine eigenständige Wasserrettungsübung abzuhalten. Zuvor waren es dafür einfach zu wenige Nachwuchsmitglieder gewesen. Die großen Sorgen des Vorsitzenden Jürgen Hartmann, der bei einer Hauptversammlung vor ein paar Jahren noch die Einsatzfähigkeit und damit die Möglichkeit, die Verträge mit dem Landkreis einzuhalten, offen hat infrage stellen müssen, gehören damit der Vergangenheit an.

Mehr noch: Die Jugendabteilungen von Feuerwehr und DLRG haben erstmals zusammen üben können – und zwar am Thenner See. Dass danach der Spaß und die Kameradschaft der beiden Hilfsorganisationen nicht zu kurz gekommen sind, versteht sich von selbst. Hartmann jedenfalls berichtete hocherfreut über die neue Entwicklung. „Unsere Jugend ist jetzt so weit, dass sie das kann.“

Natürlich haben für einige Aufgaben und Posten wie Bootsführer (noch) die „Großen“ mit ran gemusst, aber diese hatten, wie Hartmann betonte, nur unterstützende Funktion. Geübt wurde mit dem neuen Boot der DLRG, das für die Wasserrettung speziell ausgerüstet ist und eine Klappe vorne besitzt, über die der Verunfallte ins Boot gezogen und dann an Land gebracht werden kann zur weiteren Versorgung durch den Rettungsdienst. „Wir haben das klassische Mann-über-Bord-Manöver durchgespielt“, so Hartmann zur Übungsannahme, bei der sich die Kameraden der Jugendfeuerwehr auch mit den Rettungsmitteln der Wasserretter haben vertraut machen und dadurch auch einiges Neue haben lernen können.

Insgesamt haben Hartmann zufolge 20 Jugendliche beider Hilfsorganisationen an der Übung teilgenommen und damit auch die künftige Schlagkraft bei der Wasserrettung vorgeführt. Der Vorsitzende bewertete die Übung sowohl fachlich als auch vom Standpunkt der Kameradschaftspflege her als großen Erfolg, zumal auch die Rettungswesten eingesetzt werden konnten. „Die waren abgelaufen und brauchten neue Patronen für das selbstständige aufblasen. Warum also die alten nicht für Übungszwecke noch verwenden? Die sind nämlich nicht ganz billig.“ So habe realistisch geübt werden können.

Bei der Gelegenheit ließ Hartmann noch eine Bitte an die Öffentlichkeit los werden: Abgelaufene Kfz-Verbandskästen seien ausgezeichnetes Übungsmaterial für die DLRG-Jugend. Wer so etwas im Haus habe, dürfe jederzeit einen solchen zu den Wachstunden auf die Station am Thenner See bringen, damit die wachsende DLRG-Jugend Material zum Üben für den Ernstfall hat.

Klaus Kuhn

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