Pfarrer Steffen Barth kommt als evangelischer Geistlicher nach Wartenberg.

Evangelische Gemeinde Wartenberg

Junger Pfarrer für  jedes Alter

Erst im März wurde Steffen Barth als evangelischer Pfarrer ordiniert. Ein Jahr später wird der 30-Jährige in Wartenberg die Nachfolge von Pfarrer Henning von Aschen übernehmen.

Wartenberg – Die Stelle des evangelischen Pfarrers für Wartenberg konnte schneller besetzt werden als gedacht: Der neue Mann in der Friedenskirche ist Steffen Barth. Zusammen mit vier Kollegen ist der 30-Jährige im März in Fürstenfeldbruck von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ordiniert worden. Seitdem arbeitete er in der Personalabteilung des Landeskirchenamts in München.

Barth zieht mit seiner jungen Familie ins Wartenberger Pfarrhaus: Ehefrau Franziska sowie die beiden Töchter Katja (ein Monat) und Marina (zwei Jahre). Die offizielle Einführung ist für Sonntag, 4. März, um 14.30 Uhr in der Versöhnungskirche Moosburg geplant, wie das evangelische Pfarramt mitteilte.

Die Hälfte seiner Kindheit hat Barth in Flensburg gelebt, ab der Gymnasialzeit dann in Oberschleißheim. Studiert hat Barth in München, im ungarischen Sopron und Mainz. Sein Vikariat hat er in Grünwald absolviert.

Der 30-Jährige bringt enorm viel Erfahrung in der Jugendarbeit mit. So organisierte er für die evangelische Jugend in Oberhaching in diesem Jahr schon zum sechsten Mal als Hauptverantwortlicher eine Jugendfreizeit in der Burg Hoheneck in Franken. Zwölf Mal war er insgesamt schon mit Kindern und Jugendlichen dort.

Das Moosburger Pfarramt teilt schon hocherfreut mit, dass es im August zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder eine Kinderfreizeit geben wird. „Da wird es hingehen. Da kennen wir uns aus, und für die Kinder ist es einfach cool, in einer Burg zu wohnen. Das Gelände ist einfach genial dafür“, erzählt Barth aus seiner Warte auf Nachfrage der Heimatzeitung.

Jugendarbeit ist aber nicht der einzige Schwerpunkt. „Ich mache gern alles, was mit Kasualien zu tun hat, wenn also Menschen ihren Lebensweg mit der Kirche verbinden. Es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen.“

Dass das Gebiet der Gemeinde Moosburg zwischen Wartenberg und Hörgertshausen in der Hallertau so groß ist, stört ihn nicht. „Ich finde es eine reizvolle Aufgabe mit den vielen kleinen Gemeinden, wo überall Evangelische leben.“ Dass damit viele Dienstkilometer verbunden sein werden, nimmt Barth in Kauf. „Ich sehe aber, dass die Menschen auch ins Auto steigen und kommen, wenn man gute Angebote macht“, meint der junge Pfarrer. „Da ist viel los, das ist eine lebendige und bunte Gemeinde“, freut er sich schon.

Dass mit Pfarrerin Regine Weller schon eine erfahrene Kollegin da ist, betrachtet Barth als Vorteil. „Mich reizt die Rückkehr in den normalen Pfarrdienst mit allem, was damit zusammenhängt“, sagt der junge Pfarrer.

Die Erfahrungen und die Einblicke aus seiner Arbeit im Landeskirchenamt wolle er dabei aber nicht missen. „Man bekommt da Eindrücke, die ein Pfarrer normalerweise nicht hat. Aber das war ihm, deutete er an, doch etwas zu wenig: „Das ist ja der große Vorteil am Pfarrerberuf, dass man für die Menschen in allen Lebenslagen da sein kann.

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