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Offizielle Erstbegehung: Bürgermeister Manfred Ranft (vorne) sowie (v. l.) Adolf Geier, Hermann Engl, Vizebürgermeister Peter Schickinger, Sonja Eder, Petra Morgenroth-Bauer von der Vekehrswacht, Ulrike Hassenpflug und Dina Ertl vom Förderverein sowie Marktrat Sebastian Baumann trafen sich an der Ampel und gingen dann zum Weißwurstessen.

Bedarfsampel an der Thenner Strasse

„Keine Ruhe gegeben“ für die Sicherheit 

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Wartenberg – Erst war es ein Vorschlag von der Verkehrswacht, dann folgte ein kleiner Kampf mit der Bürokratie. Und auch nach der ersten Einigung mit dem Staatlichen Bauamt dauerte es noch fast drei Jahre. Doch nun ist die Bedarfsampel an der Thenner Straße endlich in Betrieb. Aktive Wartenberger hatten sich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg eingesetzt. Die Marktgemeinde hat sie finanziert. 85 000 Euro habe das gekostet, berichtete gestern Bürgermeister Manfred Ranft, als er die Anlage offiziell der Öffentlichkeit präsentierte.

Seit zwei Wochen läuft die Ampel, dabei steht sie schon länger. „Da war es mitten im Winter“, berichtete Ranft. Im Schneetreiben habe die Markierung auf die frisch asphaltierte Thenner Straße nicht aufgebracht werden können. Diese ist wiederum für das Staatliche Bauamt unerlässlich, bevor der Strom eingeschaltet wird. Einige Eltern hatte dieses zusätzliche Warten schon nervös gemacht. Schließlich ist die Straße gefährlich. Hermann Engl, Vorsitzender der Verkehrswacht, hatte morgens dort schon 800 Fahrzeuge in einer halben Stunde gezählt.

Das Staatliche Bauamt Freising habe zuerst den Bedarf nicht anerkannt, erinnerte Ranft. „Doch dann kam diese legendäre Zusammenkunft“, erzählte er, in der ein Mitarbeiter der Behörde Grünes Licht gab unter der Bedingung, dass Wartenberg die Ampel finanziert.

Es war die Jahreshauptversammlung 2013 der Gebietsverkehrswacht Wartenberg, in der der Behördenmitarbeiter überzeugt werden konnte. Kurz zuvor habe es ja an der Thenner Straße auch einen Unfall gegeben, berichtete Rektor Adolf Geier. Ein Schüler stürzte über einen Schneehaufen auf die Straße und brach sich den Oberschenkel. Das sei sicherlich auch ein Argument gewesen.

Auf jeden Fall sei es „unwahrscheinlich motivierend für die Beteiligten, dass man etwas erreicht, das zuvor als unmöglich galt“, meinte Geier. „Der lange Atem zahlt sich aus.“ Und auch Ranft dankte den „Initiatoren, die keine Ruhe gegeben haben“ – Verkehrswacht, Elternbeiräte und der Schulförderverein.

Trotz der Ampel sind an dem Übergang noch Schulweghelfer im Einsatz. „Wir sind schon da beim Betreuen“, erzählte Engl. Die Lotsen würden die Schüler zum Rübergehen in Gruppen zusammenfassen und ermahnen, die Ampel nicht aus Jux zu drücken. „Sie soll ja nicht missbraucht werden.“

Die Truppe von jeweils rund 40 Schüler- und Elternlotsen ist an den Hauptverkehrsadern Wartenbergs immer morgens im Einsatz. Der Verein werde immer wieder gefragt, ob man auch mittags helfen könne. Das sei aber nicht leistbar, meinte Engl. „Die meisten sind ja Mütter“, bestätigte das Sonja Eder, die selber als Lotsin tätig ist. Da müsse man für die Familie da sein. Zumindest an dieser Stelle sei jetzt zusätzliche Sicherheit geschaffen worden, erklärte Engl: „Die Ampel ist ja mittags auch noch da.“

Timo Aichele

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