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Großer Andrang herrschte beim Abschlussgottesdienst der Kinderbibelwoche in Wartenberg. 

Kinderbibelwoche 

90 Kinder auf den Spuren Luthers

Die Kinderbibelwoche in Wartenberg ist mit einem Abschlussgottesdienst zu Ende gegangen.

Wartenberg – Martin Luther brütet über der Bibel wie ein Schüler über der Latein-Ex: „Das alte Griechisch versteht doch kein Mensch!“ Diese Szene qualifiziert den Langenpreisinger Ehrenamtlichen Carsten Jedam für den Theaterverein, der bekanntlich immer mal neue Spieler sucht. In der evangelischen Friedenskirche Wartenberg ist die Wartburg nachgebildet, und es geht um die epochale Einzelleistung des aufmüpfigen Mönchs, der hier bekanntlich die Bibel ins Deutsche übersetzt und damit für die gläubigen Massen zugänglich gemacht hat. Das Leben auf der Wartburg hat aber auch seine angenehmen Seiten: Saufgelage, zu denen Ritter Roland (Peter Erb) den durchaus gläubigen Kirchenmann überreden will – ohne Erfolg.

So startete das ganze Team in den Abschlussgottesdienst der diesjährigen Kinderbibelwoche, an der 90 Kinder aus Wartenberg und Langenpreising teilnahmen. In der Kinderbibelwoche hatten sich die jungen Christen der Klassen eins bis vier mit dem Leben und dem Werk des Reformators Luther befasst.

Montag bis Donnerstag waren die Kinder mit ihren 25 Betreuern auf den Spuren Luthers unterwegs. Heuer ist der Beginn der Umwälzungen, die weltgeschichtliche Dimensionen bekommen sollten, bekanntlich genau 500 Jahre her. Der Reformationstag am kommenden Dienstag, 31. Oktober, ist deshalb heuer auch erst- und einmalig ein bundesweiter Feiertag.

In der Kinderbibelwoche jedenfalls wurde gebastelt und gelesen, aber eben auch viel gelernt und gespielt. Zum Abschluss passte sogar das Kuchenbuffet: Mit Puderzucker hatte eine findige Kuchenbäckerin die Zahl „500“ auf einen Kuchen gezaubert, ein anderer trug die bunte Aufschrift „Kinderbibelwoche.“

Aber auch Irmgard Brenninger von der katholischen Gemeinde, die heuer die Gesamtleitung hatte, profilierte sich als fleißige Bäckerin, hatte sie doch für alle Ehrenamtlichen „Luther-Rosen“ zum Vernaschen dabei. 

Klaus Kuhn

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