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Gespannter Blick ins neu gestaltete Nachklärbecken, das noch nicht in Betrieb ist (v. l.): Sebastian Baumann, Franz Gerstner, Paul Neumeier, Eduard Ertl, Michael Sedlmeier von der Servicefirma, Bürgermeister Manfred Ranft, Nikolaus Hintermaier, August Groh, EA-Reporter Klaus Kuhn und Christian Pröbst. 

Kläranlage: Wartenberg prüft Einbau einer weiteren Anlage 

Wird bald auch der Sand gereinigt?

Die Kläranlage des Marktes Wartenberg, die gerade erweitert wird, soll möglicherweise mit einer weiteren Einrichtung zur Reinigung des in der ersten Reinigungsstufe ausgeschiedenen Sandes aufgerüstet werden.

Wartenberg Der Hauptausschuss des Marktgemeinderates jedenfalls informierte sich ausführlich vor Ort über diese Variante, ihre Vorzüge, aber auch über die Kosten von rund 15 000 Euro.

Michael Sedlmeier, der die Kläranlage betreut, erklärte, dass der Markt Wartenberg beim Betrieb nicht viel Geld einsparen könne durch eine solche Zusatzeinrichtung, Bürgermeister Manfred Ranft sah das anders. Erstens müsse der Sand dann nicht mehr für viel Geld als Sondermüll entsorgt werden. Zweitens sei die Gesamtmenge durch das Ausscheiden aller organischer Stoffe deutlich geringer. Und drittens sei abzusehen, dass der Markt Wartenberg diesen Sand für eigene Zwecke sogar wiederverwerten könne.

Sedlmeier berichtete, dass der Sand dafür einmal untersucht werden müsse. Er konnte den Marktgemeinderäten anhand von Beispielen aus einer anderen Kläranlage vorführen, wie effektiv diese Reinigung ist. Von zunächst 80 Prozent organischem Anteil sinke dieser auf nur zwei Prozent. Damit sei das Material zulässig etwa zum Einbetten von Leitungen unter der Erde. Sicher sei, dass beim Betrieb der Anlage deutlich weniger Aufwand entstehe.

Derzeit wird der noch stark verunreinigte Sand in einem Behälter gesammelt, der ein erhebliches Gewicht bekomme. Damit sei er praktisch nicht mehr zu bewegen. Beim Einbau einer Sandreinigungsanlage könne ein anderes Behältersystem verwendet werden, das die Sache wesentlich erleichtere.

Die Räte machten auch einen Rundgang über die Baustelle und überzeugten sich vom Fortgang der Arbeiten. Sedlmeier berichtete, dass bereits im derzeit laufenden Probebetrieb die Ablaufwerte den aktuellen Erfordernissen entsprächen. Das Nachklärbecken werde in den nächsten Wochen in Betrieb gehen. Die Restarbeiten laufen.

Später, in der Sitzung im Rathaus, verständigten sich die Gemeinderäte darauf, die Verwaltung mit der Vorbereitung einer Ausschreibung für diese Sandreinigung zu beauftragen. Außerdem muss geprüft werden, ob es dafür auch Zuschüsse gibt.

Was in der Kläranlage noch nicht installiert ist, ist die Einrichtung zur Klärschlammtrocknung. Hierzu hat der Gemeinderat die erforderlichen Beschlüsse bereits gefasst. Das Gebäude ist errichtet, nur die Anlage selbst fehlt noch. Insgesamt äußerten sich die Räte zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten.

KLAUS KUHN

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