Coronavirus - Recklinghausen
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Zwölf Corona-Patienten wurden aus der Klinik Wartenberg in andere Krankenhäuser in ganz Oberbayern verlegt. Damit will man in Wartenberg zu einer Isolierstation mit maximal 20 bis 25 Patienten zurückkehren (Symbolbild).

Klinik Wartenberg: „Patientenwohl an oberster Stelle“

Zwölf Corona-Patienten werden in andere Kliniken verlegt

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Zwölf Corona-Patienten wurden aus der Klinik Wartenberg in andere Krankenhäuser in ganz Oberbayern verlegt. Damit will man in Wartenberg zu einer Isolierstation mit maximal 20 bis 25 Patienten zurückkehren.

Wartenberg – Zwölf Covid-19-positive Patienten aus der Klinik Wartenberg sind am Donnerstag in andere Krankenhäuser verlegt worden. Das teilte die Klinik gestern mit. Die Verlegung sei auf Anraten des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung, Dr. Rainald Kaube, beschlossen worden. Hiervon erhoffe man sich, „vor die Lage zu kommen“, wie er es formuliert – also nicht zu warten, bis sich die Lage weiter verschärft und es eventuell aufgrund von weiteren Infektionen beim Personal und durch Quarantäneregelungen zu Engpässen bei der Versorgung der Patienten kommt.

Da die Situation in den Krankenhäusern im Bereich der Landkreise Erding, Freising und Ebersberg ebenfalls angespannt sei, erfolgten die Verlegungen verteilt auf sechs Kliniken im ganzen Bezirk Oberbayern, um so die zusätzlichen Belastungen für die anderen Kliniken so gering wie möglich halten zu können. Die Angehörigen der betroffenen Patienten werden von Klinikseite informiert.

„Das gibt uns die Möglichkeit, erst einmal zu einer Isolierstation mit maximal 20 bis 25 Patienten zurückzukehren, wie es ursprünglich vorgesehen war. Wenn sich die Infektionslage bei uns beruhigt und sich die Personalsituation wieder entspannt hat, hoffen wir, die Krankenhäuser in der Umgebung wieder entlasten zu können“, so der Pandemiebeauftragte der Klinik Wartenberg, Chefarzt Dr. Klaus Friedrich Becher.

„Es ist uns bewusst, dass das für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen eine schwierige und beunruhigende Situation ist. Das Patientenwohl steht für uns an oberster Stelle, und angesichts der aktuellen Lage sind wir davon überzeugt, dass wir dieses mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen am besten sicherstellen können“, ergänzt Klinik-Geschäftsführer Dr. Constantin von Stechow.

Laut Irene Hilf, Sprecherin der Klinik Wartenberg, gab es seit Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs Mitte voriger Woche 32 Patienten, die positiv getestet worden sind. Hinzu kommen 20 infizierte Mitarbeiter. Diese Zahlen könnten noch steigen, denn für den morgigen Samstag wird eine Reihentestung aller Beschäftigten und Patienten angeordnet. Die Tests sollen bis Montagfrüh ausgewertet sein, danach werde gemeinsam das weitere Vorgehen festgelegt.

Die Klinik teilt weiterhin mit, dass am vorigen Dienstag Vertreter des Gesundheitsamts vor Ort waren, um sich einen aktuellen Überblick über die Infektionslage zu verschaffen. Die Klinik habe um diese Beratung und eine Analyse ihres Hygienekonzepts gebeten, um, falls nötig, in bestimmten Bereichen nachzusteuern. Ein Ergebnis dieser Besprechung war besagte Reihentestung.

vam

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