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Klinik Wartenberg

Krücken undRollatoren fürAfghanistan

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Die Vorschriften im deutschen Gesundheitswesen sind streng. Eigentlich brauchbare Hilfsmittel müssen häufig aussortiert werden. Die Klinik Wartenberg hat solche Gegenstände gespendet.

Wartenberg – In der Klinik Wartenberg werden immer wieder Artikel aussortiert, weil sie den Standards eines modernen deutschen Krankenhauses nicht mehr entsprechen. Defekt sind diese allerdings nicht und leisten in armen Ländern noch wertvolle Dienste. Nun wurde eine Hilfslieferung nach Afghanistan auf den Weg gebracht.

Schon im Sommer 2015 gingen nach einer Pressemitteilung der Klinik einige Rollstühle dorthin sowie über 30 mechanische Betten nach Rumänien. Die Spenden organisiert stets Sprachtherapeutin Karin Bogdain. Sie hält auch den Kontakt zum Verein Empor e.V., der in Afghanistan Kriegs- und Minenopfer mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgt sowie orthopädische Werkstätten im Land betreibt. So bietet Empor auch Menschen, die in Afghanistan leben oder dorthin zurückkehren, eine berufliche Perspektive. Unterstützung auf deutscher Seite erhält der Verein vom Büro für Rückkehrhilfen beim Sozialreferat der Stadt München.

Bogdain fragte sowohl bei der Belegschaft als auch bei der Leitung nach geeigneten Spenden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Etwa 20 Krücken, sechs Gehstöcke, zwei Rollatoren und eine große Anzahl von Orthesen, Schienen und Bandagen jeglicher Art, aber auch zum Beispiel eine Baby-Spreizhose sowie Verbandsmaterial kamen zusammen. Etwa 75 Prozent der Spenden stammten aus den Privathaushalten von Klinik-Mitarbeitern.

Sylvia Glaser vom Sozialreferat der Stadt München holte nun die Spenden ab. Ende November gehen die Artikel gemeinsam mit Spenden aus dem gesamten Bundesgebiet in einem Container per Bahn auf den Weg nach Masar-e-Scharif, so dass er hoffentlich noch vor Weihnachten vom Zoll freigegeben wird.

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