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Vier Etagen wird der Anbau insgesamt hoch sein. Die oberen Zimmer haben Balkons, im Erdgeschoss lassen sich die Betten in den Garten schieben.

Klinik Wartenberg

Neubau: 50 zusätzliche Betten bis 2020

Im Oktober starten die Arbeiten für den Anbau der Klinik Wartenberg. Spätestens 2020 soll das 20-Millionen-Projekt abgeschlossen sein. Effektiv hat die Klinik dann 50 Betten mehr.

Wartenberg - Seit Jahren gibt es Überlegungen, wie die Klinik Wartenberg erweitert werden kann. „Wir mussten uns Gedanken darüber machen, wie wir zukunftsfähig bleiben“, sagt Geschäftsführer Constantin von Stechow. Die Klinik ist nach eigenen Angaben die größte Einrichtung für stationäre geriatrische Rehabilitation in Bayern und hat die einzige Palliativstation im Landkreis.

Der Bedarf wird steigen. „Der Freistaat traut der Klinik zu, mehr Akutbetten zu betreuen. Insgesamt 55 stehen jetzt im Krankenhausplan“, erklärt von Stechow. Dafür soll die Klinik, die in Teilbereichen nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, fit gemacht werden.

An der Südwestseite wird angebaut. „Der Neubau wird das Gesicht der Einrichtung prägen und zugleich die Visitenkarte sein“ erklärt Architekt Stefan Ludes. Der Anbau passt sich optisch in den Gebäudekomplex ein und verändert das Konzept der Anlage nicht. Nach wie vor werden die Häuser halbkreisförmig einen kleinen Park einfassen. Anders als der Altbestand hat der Ergänzungsbau allerdings kein Spitz-, sondern ein Flachdach. Da das Haus breiter sei als der Bestand, werde das Dach wesentlich höher – deswegen habe man sich für diese Variante entscheiden, so der Architekt.

Im neuen Gebäude sind auf vier Stockwerken 48 Zimmer vorgesehen. In der untersten Ebene entsteht eine Palliativstation mit elf Einbett- einem Doppel- und einem Angehörigenzimmer. In den oberen Geschossen sind für die Akutgeriatrie pro Etage 20 Betten vorgesehen, die auf vier Einzel- und acht Doppelzimmer verteilt sind.

„Die Patientenzimmer sind an die Außenseiten angeordnet“, beschreibt Ludes. Das habe in der Palliativstation den Vorteil, dass Patienten in ihren Betten in den Gartenbereich geschoben werden können. In den oberen Etagen gibt es Balkone. Gleichzeitig bietet diese Variante auch einen Sonnenschutz.

Die Zimmer werden größer geplant, als es derzeit die Standards vorschreiben. „Der Platzbedarf durch Hilfsmittel und Geräte nimmt zu“, sagt der Planer, das wolle man jetzt schon berücksichtigen. Auch die Mitarbeiter sollen noch genügend Bewegungsspielraum haben.

Im Erdgeschoss ist ein Raum der Stille für Andachten und Gottesdienste vorgesehen. Wenn das neue Haus fertig ist, werden elf Zimmer im Osttrakt, die nicht mehr zeitgemäß ausgestattet sind, stillgelegt. „Wir planen dort die Sanierung“, so von Stechow. Mit dem Erweiterungsbau kommen mit dem Wegfall der elf Räume also effektiv 37 neue Zimmer mit etwa 50 Betten hinzu.

Geplant ist auch eine Neuorganisation der Stationen, die aus maximal 20 Betten bestehen werden. Kleine Teams betreuen die Patienten auf kurzen Wegen. „Die neue Struktur soll unser Alleinstellungsmerkmal stärken, eine Familienklinik zu sein“, sagt der Geschäftsführer.

Die Geriatrie sei auch die Pflegekräfte ein sehr anspruchsvolles Gebiet und es sei nicht einfach, Personal zu finden. Deswegen werde viel dafür getan, um das Miteinander zu fördern.

Der Bau wird etwa 20 Millionen Euro kosten, 7,3 Millionen kommen vom Freistaat. Die verbleibenden 13 Millionen muss die Klinik alleine stemmen. Los geht’s im Oktober 2017 mit der Verlegung der Auffahrt. Projektsteuerer Wolfgang Großmann erklärt, dass im Frühjahr 2018 bei laufendem Betrieb der Rohbau in Angriff genommen werde, der Ende ’18 wetterfest sein soll. Nach dem Innenausbau dürfte der neue Trakt spätestens Anfang 2020 fertig sein.

Gleichzeitig entsteht eine neue Heizzentrale mit Hackschnitzelanlage. Zudem muss der Küchenbereich erweitert werden.

Henry Dinger

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