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Klinik Wartenberg

Der Therapeutkommt zum Patienten

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Die Klinik Wartenberg will ab 2018 eine mobile geriatrische Reha anbieten – ein Novum. Etwa für behinderte Senioren wäre das ein Segen.

Wartenberg– Eine geriatrische Notaufnahme seit 2015, ein Waldkindergarten und neue Personalwohnungen 2017, ein Erweiterungsbau mit 50 zusätzlichen Betten bis 2020 – an der Klinik Wartenberg ist vieles in Bewegung. Nun gibt es Pläne für ein Leuchtturmprojekt für ganz Südbayern. „Wir wollen ab 2018 eine mobile geriatrische Reha anbieten“, verriet Geschäftsführer Dr. Constantin von Stechow am Dienstag. Einen genauen Starttermin gebe es noch nicht. „Die Genehmigung der Krankenkassen steht noch aus“, sagte der Klinik-Manager beim Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Ewald Schurer.

„Es gibt viele Menschen, die durch einen Krankenhausaufenthalt so durcheinander kommen, dass der Behandlungserfolg beeinträchtigt wird“, erläuterte von Stechow. Beispiele seien blinde und anderweitig beeinträchtigte Patienten oder Senioren, die ohne ihr Haustier nicht sein können. „Der Vorteil ist, dass man Patienten nicht entwurzeln muss“, bestätigte Dr. Norbert Schneider, Chefarzt für Allgemeine und Geriatrische Rehabilitation, Lebererkrankungen in Wartenberg.

Die Klinik Wartenberg habe 135 geriatrische Reha-Betten, berichtete Schneider. Bei der mobilen Lösung gebe es „Hausbesuche, in denen man das ganze Reha-Programm zuhause spielen kann“. Angefangen vom Arztbesuch, bis hin zu Heim-Terminen mit Therapeuten.

Im Freistaat gebe es ein solches Angebot nur im Raum Würzburg-Bamberg, berichtete von Stechow. „Wir haben in der Geriatrie eine Sonderstellung in Bayern. Deswegen würde uns so etwas gut zu Gesicht stehen“, sagte der Geschäftsführer. Die Genehmigung der Krankenkassen vorausgesetzt, wolle die Klinik die mobile Reha mit zunächst zehn Patienten starten. Der Aktionsradius solle die Nachbarlandkreise inklusive der Kreisstädte umfassen.

Die Fachklinik habe eine bayernweite Bedeutung, lobte Schurer. Ihn beeindrucke die tiefe Vernetzung unterschiedlicher Fachbereiche bei der Behandlung der Menschen. „Vielleicht ist es aber wichtig, dass das Haus mehr auf sich aufmerksam macht“, sagte der MdB nach einem mehrstündigen Besuch. „Mir war nicht bewusst, dass es hier eine geriatrische Notfallaufnahme gibt“, sagte auch SPD-Kreisrätin Ulla Dieckmann.

Sie habe auch den Eindruck, „dass wir auf dem akutmedizinischen Schirm nicht so richtig auftauchen“, bestätigte Dr. Saskia Rupp, Chefärztin der Akutgeriatrie und Palliativmedizin. Von niedergelassenen Ärzten gebe es dagegen schon Überweisungen. Die geriatrisch-internistische Notaufnahme (Gina) in der Klinik Wartenberg behandle ältere Menschen zum Beispiel mit akuten Erkrankungen, „entgleister Diabetes“ oder bei rapider Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

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