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Wollen in den Wartenberger Marktrat (vorne, v. l.): Christian Seidl, August Groh, 3. Landrätin Gertrud Eichinger, Michael Paulini, Michael Gruber, Heidi Kehm, Mathias Kaesler sowie (hinten, v. l.) Andrea Neumeier, Reinhard Schultz, Anita Zink, Hans Neumeier, Elisabeth Neumeier, Ludwig Stürzl, Johann Groh, Mattias Kehm, Hildegard Seidl und Peter Kroschwald. 

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl: Michael Gruber steht als SPD-Kandidat fest - 20-köpfige Liste 

„Selbst wenn’s im Bund derzeit nicht so rund läuft, engagiere ich mich trotzdem am Ort“: So wie Listenkandidat Christian Seidl denken auch 19 andere Wartenberger, die sich als SPD-Bewerber um einen Platz im künftigen Marktgemeinderat des Ortes gemeldet haben und jetzt bei der Aufstellungsversammlung im Bergcafé gewählt wurden. Dabei wurde Michael Gruber als Bürgermeisterkandidat der SPD nun einstimmig vom Gremium bestätigt.

VON FRIEDBERT HOLZ

Wartenberg – „Bereits im Alter von 23 Jahren habe ich mich für Kommunalpolitik interessiert“, sagte Gruber, der zur großen Gaudi ein zweiminütiges Video von 1984 als Beweis seines frühen Engagements zeigte. Darin erklärt er, schon damals mit voller Haarpracht und bei starkem Verkehrslärm, vor einer Karte des Orts einigen Bürgern das damalige Wachstums-Potenzial der Gemeinde. Und er zeigt Jutta Paulini, der Frau des SPD-Urgesteins Michael Paulini, wo etwa Bauland entstehen könnte. Längst wohnt die Familie hier, und als Überraschung bekam Michael Paulini – seit 30 Jahren SPD- und Gemeinderatsmitglied – an diesem Abend vom Ortsvorsitzenden Peter Kroschwald und Gertrud Eichinger, der dritten Landrätin, die begehrte Willy-Brandt-Ehrenmedaille. Dazu Paulini: „Wir haben in dieser Zeit viel erreicht, ich gehe aber auch optimistisch in die Zukunft.“

So sieht auch Bürgermeister-Kandidat Michael Gruber der Kommunalwahl entgegen. „Ich will über den Tellerrand hinausschauen und strebe eine öffentliche und transparente Meinungsbildung in der Gemeinde an. Es kann doch nicht sein, dass die Vorgehensweise bei der Entscheidung für den neuen Recyclinghof und die daraus entstehenden Kosten für Wartenberg bis zur Bekanntgabe nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wurden. Diese 800 000 Euro hätten durchaus abgewiesen werden können.“

Und er sprach sich für Verhaltensgrundsätze im Stil bei der anstehenden Kommunalwahl aus. „Wir wollen“, so Gruber, „die Freiheit aller für eine selbstbestimmte Meinungsbildung respektieren und so das öffentliche Leben parteineutral halten“. Er sehe den Auftrag an die Parteien weniger in einer Papier-Materialschlacht vor dem Wahltermin, sondern vielmehr in Diskussionen und Events, etwa bei einem Empfang für Neubürger. Diesem Vorschlag, der in einem Fraktionspapier ausführlich beschrieben ist, folgte die Versammlung einstimmig.

Schließlich wurden in vier Wahldurchgängen, geleitet von Gertrud Eichinger, 20 Frauen und Männer, bis zu Listenplatz zwölf, im Reißverschluss-Verfahren vorgeschlagen und letztlich auch gewählt – „von Platz 13 an sind uns dann allerdings weibliche Kandidaten leider ausgegangen“, so Ortsvorsitzender Kroschwald. Beim Ausfall eines Kandidaten, so das einstimmige Votum der 17 Stimmberechtigten, soll dann der letzte Listenplatz doppelt gezählt werden.

Die Kandidaten:

1. Michael Gruber (auch Bürgermeister-Kandidat), 2. Andrea Neumeier, 3. Michael Paulini, 4. Heidi Kehm, 5. August Groh, 6. Elisabeth Neumeier, 7. Peter Kroschwald, 8. Anita Zink, 9. Mattias Kehm, 10. Hildegard Seidl, 11. Mathias Kaesler, 12. Anita Schultz, 13. Hans Neumeier, 14. Georg Eschbaumer, 15. Ludwig Stürzl, 16. Reinhard Schultz, 17. Josef Voringer, 18. Johann Groh, 19. Christian Seidl und 20. Hubert Strohmeier.

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