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Unser Redakteur Markus Schwarzkugler bewertet die Auftritte der sechs Wartenberger Bürgermeisterkandidaten.

Kommunalwahl 2020

Kommentar zur Wartenberger Podiumsdiskussion: Die Bürgermeisterkandidaten in der Einzelkritik

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Über zweieinhalb Stunden ging die Wartenberger Podiumsdiskussion der sechs Bürgermeisterkandidaten. Wer hat sich gut geschlagen, wer war nervös? Hier gibt‘s die Einzelkritik.

Wartenberg - Groß war die Vorfreude auf die Wartenberger Podiumsdiskussion. Sechs Bürgermeisterkandidaten – das sollte doch für einen packenden Schlagabtausch die perfekte Bühne sein. Wer fliegende Giftpfeile erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Ganz schön brav liefen die gut zweieinhalb Stunden ab. Und teils sogar langatmig, weil doch sehr oft Einigkeit herrschte und sich so vieles wiederholte. Zu jedem Themenblock durfte sich jeder Kandidat zwei Minuten lang auslassen. Nach zwei Stunden wurde unterbrochen, auf die restlichen Themenblöcke verzichtet. Das Spannendste, die Bürgerfragen, wurden aus Zeitgründen auf ein Mindestmaß reduziert. Jeder Kandidat bekam nur noch eine Frage exklusiv für sich und hatte für seine spontane Antwort eine Minute Zeit. Der für den Zuhörer spannendste Teil geriet zur Blitzrunde. Schade.

Attacken oder Seitenhiebe waren quasi vollständig Fehlanzeige. Michael Gruber (SPD) etwa, der durchaus für markige Worte bekannt ist, gab sogar zu Beginn bekannt, dass er nicht groß auf den Tisch hauen würde. Dabei hätte ihm Dominik Rutz (Grüne) durchaus eine Steilvorlage gegeben. Dieser schrieb nämlich das Umdenken bei der Heizung für die Marie-Pettenbeck-Schule alleine seinem offenen Brief zu, den er unter anderem an den Schulverband gerichtet hatte. Dabei war es zuvor mehrfach die SPD – allen voran Michael Paulini – die schon in diversen Marktratssitzungen auf ein Umdenken gepocht hatte.

Doch genug der Kritik: Inhaltsreich war die Podiumsdiskussion auf alle Fälle. Egal, wer aus dem Sextett gewählt wird, den Bürgern im Markt muss für die Zukunft definitiv nicht angst und bange sein.

Zur Einzelkritik: Zunächst zur einzigen Frau und der ersten Bürgermeisterkandidatin der Marktgeschichte überhaupt. Carla Marx (Neue Mitte) wirkte absolut cool. Mit ihrem Kölner Zungenschlag schoss sie verbal los wie ein Maschinengewehr. Ein paar ihre Wahl wohl nicht gerade fördernde Aussagen aus den Marktratssitzungen machte sie so vergessen. Unter anderem in der Diskussion um die Arztversorgung hatte sie im Gremium nicht das beste Bild abgegeben.

Im großen Schatten seines FW-Kollegen und amtierenden Bürgermeisters Manfred Ranft steht freilich Robert Hegenauer. Ihm war die Anspannung am deutlichsten anzumerken, inhaltlich blieb er am blassesten. Eine Enttäuschung war sein Auftritt allerdings keinesfalls.

Dominik Rutz reitet auf der Grünen-Welle, bringt sich auch ohne Sitz im Marktrat schon fleißig ein in die öffentliche Diskussion. Er ist sicher ein heißer Anwärter auf die vorderen Plätze.

Ganz viel (Wahlkampf-)Erfahrung hat zweifellos Gruber. Diese Karte spielte er gekonnt aus. Mit genüsslichem Humor, aber auch Inhalten sorgte er im Publikum für viele Lacher und lieferte einen starken Auftritt.

Einen solchen darf man auch Josef Samitz attestieren. Wer den Mann mit der Fliege von der kleinen FDP im Vorfeld belächelt hatte, wurde eines Besseren belehrt. Sehr sachlich, sehr inhaltsreich, gute Ideen, eine Prise Humor. Die positive Überraschung des Abends, auch wenn er dennoch chancenlos bleiben dürfte.

Dass 3. Bürgermeister Christian Pröbst (CSU) für keine Überraschung sorgen und einen souveränen Auftritt hinlegen würde, war fast klar. Die konkretesten Ansätze und den tiefsten Einblick in die Gemeindearbeit hat freilich er. Schließlich hat er zuletzt über ein halbes Jahr die Geschicke im Rathaus geleitet und aufgrund seiner Metallbaufirma ohnehin großen Einblick in viele Belange. Pröbst bleibt der große Favorit. Eine Stichwahl ist – vor allem aufgrund der Auftritte aller Kandidaten am Mittwoch – aber hochwahrscheinlich.

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